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83:93 - Wölfe zu bissig für die BG Göttingen

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Kampf um den Ball unterm Korb: Göttingens Harper Kamp (18) fingert zusammen mit dem MBCer Reggie Upshaw nach dem Spielgerät. Rechts Kostja Mushidi. 2
Kampf um den Ball unterm Korb: Göttingens Harper Kamp (18) fingert zusammen mit dem MBCer Reggie Upshaw nach dem Spielgerät. Rechts Kostja Mushidi. 2 © Andreas Bez

Bitterer Rückschlag für die Veilchen im Kampf um die Playoff-Plätze in der Basketball-Bundesliga! Beim MBC in Weißenfels erwischte die BG Göttingen einen absolut gebrauchten Tag und verlor mit 83:93 (35:47).

Weißenfels/Göttingen – Die Veilchen konnten vor allem nicht die bekannt starke Offensive der Sachsen-Anhaltiner stoppen. An beiden Enden des Spielfeldes agierte das Team von Trainer Roel Moors zu schwach.

Der MBC hatte die weitaus bessere Wurfquote, zur Pause sprach auch das Reboundverhältnis von 24:10 (am Ende: 43:31) für die Gastgeber.

Zwar hatte die BG nun doch Stephen Brown wieder dabei, aber der Spielmacher schien nicht 100-prozentig im Vollbesitz seiner Kräfte. Harper Kamp und Jake Toolson brachten die BG 5:2 in Front. Brown traf per Dreier zum 8:4. Offensiv hatten beide Teams ihren Rhythmus gefunden, doch bei der BG war nach dem 16:16 Schluss. Mit einem Dreier gelang MBC-Nachverpflichtung Reggie Upshaw die erste Führung (19:16), die seine Mannschaft nicht mehr abgab.

Die Wölfe zeigten ein gutes Umschaltspiel in die Offensive, das die Veilchen viel zu selten stoppen konnte. Auch an den Brettern besaßen die Gastgeber klare Vorteile. Vor allem Serben-Center Huskic (2,10 m) verstand, seine Größe zu nutzen. Am Ende war er zusammen mit seinem Landsmann und Spielmacher Rebic neben US-Boy Jamal Morris der herausragende Mann beim MBC.

Schon zur Pause machten sich die Unterschiede deutlich: Der MBC hatte bis dahin 79 Prozent Zweier getroffen, insgesamt stand die Wurfquote bei 63 zu 32 Prozent. Auch die Rebound-Überlegenheit war klar mit 24 zu 10 für Weißenfels verteilt.

Zu allem Überfluss hatte die BG aber einfach auch Pech, als mehr als ein Dutzend Würfe wieder aus dem Korb herausrollten, während sie bei den Wölfen reinfielen. Das nötige Glück muss man sich allerdings auch erarbeiten. Trotz mehrerer Steals (11:4) und weniger Turnovers (8:18) kamen die Göttinger nach der Pause zunächst einfach nicht näher an den MBC heran. Erst in der Schlussphase des dritten Viertels konnten die Veilchen den Rückstand verkürzen, als Stephen Brown zum 61:67 traf – kurz nachdem Kamar Baldwin sein viertes Foul kassiert hatte. Weißenfels’ Rebic beendete den kurzen BG-Höhenflug aber schnell wieder mit dem Dreier zum 72:61-Zwischenstand nach 30 Minuten.

Der Schlussabschnitt begann mit zwei Unsportlichen Fouls der BG alles andere als nach Wunsch: Zunächst gegen Brown, der – noch nicht wieder bei 100 Prozent – nicht an beste Zeiten anzuknüpfen vermochte, dann gegen Kapitän Vargas. Zu sorglos ging die BG in dieser Phase mit dem Ball um, mehrfach war er wieder weg. Und Stopps (Ballgewinne) waren auch viel zu selten. So enteilte der MBC Mitte des letzten Viertels sogar auf 20 Punkte (85:65). Der Rest war nur noch die bekannte „Ergebnis-Kosmetik“.

„Wir haben offensiv keinen Rhythmus gefunden“, meinte der neben Baldwin allein starke Harper Kamp (18 Punkte, neun Rebounds) ) bei MagentaSport. „Aber das fängt in der Defensive an. Daran müssen wir arbeiten. Unser Ziel bleiben aber die Playoffs.“  (haz/gsd)

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