84:75-Sieg gegen Ludwigsburg: BG Göttingen macht die Riesen klein

Ein Wunder? Göttingens Benas Veikalas (links) scheint vier Hände zu besitzen. Unter dem Gästekorb lauern Ludwigsburgs Johannes Thiemann (12) und Alex Ruoff auf den Rebound. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Was für ein Spiel! Die BG Göttingen schlägt die MHP Riesen Ludwigsburg auch ein zweites Mal in dieser Saison. Vor 3116 Zuschauer legten die Veilchen die beste Saison-Heimleistung hin und fertigten die Schwaben mit 84:75 ((49:45) ab. Für das Team von Ex-Coach John Patrick ein herber Rückschlag im Playoff-Kampf, für die BG ein wichtiger Prestigeerfolg.

Lieber Beifall vor dem Spiel für einen Ludwigsburger: John Patrick war wieder einmal in seiner alten Heimat zu Gast, Hier ein Händeschütteln, dort ein herzliches Hallo, ein freundliches Lächeln für die vielen alten Freunde in Südniedersachsen. „Eigenartig, wieder in Göttingen zu sein“, meinte „JP“ vorm Tip-off in der S-Arena. Die Erfolge, die er mit „seiner BG“ einst errang, hat im lila-weißen Lager niemand vergessen.

Aktuell musste Patrick auf Tekele Cotton, Kelvin Martin und Chad Toppert verzichten. BG-Coach Johan Roijakkers konnte dagegen wieder mit voller Kapelle“ antreten, auch Benas Veikalas war wieder dabei. Göttingens Alex Ruoff und Adam Waleskowski spielten gegen ihr ehemaliges Team, Ludwigsburgs Rocky Trice gegen seine frühere Göttinger Mannschaft.

Die Partie startete mit voller Power, war alles andere als ein Freundschaftsspiel: Die BG ist bemüht, ihre Saison weiter erfolgreich abzuschließen, Ludwigs benötigte die Punkte im Kampf um den Einzug in die Playoffs. Den ersten Gäste-Dreier von Cliff Hammonds beantwortete die BG durch Jesse Sanders‘ Dreier zum 3:3. Und so flott ging´s auch weiter. Die Schwaben durch McCray 11:7 vorn, doch die Veilchen waren „on fire“. Sie hatten Spaß am Spiel, nicht nur Veikalas sprühte vor Spielfreude, sodass nach dem ersten Viertel 26:20 stand.

Und Scott Eatherton „dunkte“ zu Beginn des zweiten zum 28:20, Veikalas erhöhte auf 32:20 – was Patrick mit einer Auszeit beantwortete. Plötzlich aber schwächelte die BG, die Riesen verkürzten auf 27:30, ehe Sanders cool seinen zweiten Dreier auspackte. Dies animierte offenbar auch Waleskowski, der seinem Ex-Klub zwei Dreier in Folge zum 43:30 einschenkte. Bis zur Pause litt das Match unter einer schwachen Schiedsrichterleistung, die sich in einer mehr als eine Minute langen Uneinigkeit der Referees dokumentierte. Trice glich kurz vor der Halbzeit zum 45:45 aus, Ruoff und Veikalas per Buzzer Beater sorgten für das 49:45 zur Pause. Die BG überzeugte bis dahin mit starken 14 Assists und mehreren guten „Pick and Roll“-Anspielen.

BG Göttingen gegen Ludwigsburg

„Das war bis dahin die beste Saisonleistung“, sparte Ex-ASC- und Ex-Bundestrainer Terry Schofield nicht mit Lob für die BG. Darius Carter muss das wohl gehört haben, zwei Dunks hintereinander brachten das 55:51. Und dann drehte auch Ruoff auf, zog mit seinem „Ruoff-Move“ zweimal unwiderstehlich zum Gäste-Korb – 64:53! Mathis Mönninghoff baute den Vorsprung auf 67:53 aus. 70:59 nach 30 Minuten – und die Veilchen waren immer noch heiß!

Ludwigsburgs Thiemann kassierte nach 33 Minuten sein fünftes Foul – und konnte mit dem neuen BG-Partner Deutsche Bahn mit dem ICE nach Hause fahren. Seine Teamgefährten gerieten mehr und mehr aufs Abstellgleis. Ruoff sorgte fürs 77:62, die Intensität blieb unfassbar hoch. In den letzten Minuten behielt die BG die Kontrolle über die Partie, die in Jesse Sanders den herausragenden Akteur hatte.

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