Basketball-Bundesliga Männer

85:87 - Starkes Comeback der BG Göttingen gegen Braunschweig nicht belohnt

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Vielchen im Angriff: Göttingens britischer Neuzugang Luke Nelson (am Ball) setzt sich gegen Braunschweigs Karim Jallow durch. Er war am Ende zweitbester BG-Scorer. 

Die BG Göttingen hat den ersten Heim-Test mit 85:87 (39:46) verloren. Braunschweig war fast durchweg in Führung, doch nach einem hohen Rückstand (41:58) hatten die Veilchen mit der letzten Aktion sogar noch die Sieg-Chance.

Die BG musste auf Dennis Kramer und Marvin Omuvwie verzichten. Omuvwie erlitt beim ersten Test in Frankfurt eine Gehirnerschütterung, musste pausieren. Auch der neue mexikanische Spielmacher Jorge Gutièrrez saß nur auf der Bank, wurde erneut geschont. Dafür waren als Trainingsspieler weiter Mathis Mönninghoff und Andy Onwuegbuzie dabei.

Christian Vital, Luke Nelson, Tai Odiase, Ron Jackson und Aubrey Dawkins – das war die neue erste Fünf, die Coach Roel Moors aufs Parkett schickte. Sie lag schnell 0:6 hinten, ehe Jackson mit einem „and one“ auf 3:6 verkürzte. Vital netzte den ersten Dreier ein, Nelson sorgte per Dreier zum 9:8 für die erste Führung. Doch die ebenfalls neuformierten Löwen eroberten die Führung schnell zurück, bis Akeem Vargas für das 19:18 sorgte, das Benedikt Turudic auf 22:18 ausbaute. Nach zehn Minuten lagen indes die Braunschweiger mit 26:23 in Front.

Auch im zweiten Durchgang behaupteten die Gäste bis auf den 32:32-Zwischenstand zunächst die Führung. Dawkins wendete die Partie zum 39:37, doch die letzten neun Zähler der ersten Halbzeit gehörten den Löwen. Halbzeit beim 39:46. Eine bis dahin intensive Partie mit aber deutlichen Defensiv-Defiziten bei den Veilchen. „Braunschweig kommt zu vielen einfachen Punkten“, meinte BG-Chef Frank Meinertshagen zur Pause. „Wir müssen besser verteidigen.“

Nach dem Wechsel rannten die Löwen davon, führten nach 23 Minuten 58:41. Bei den Göttingern lief in dieser Phase wenig zusammen. Nach einer Auszeit von Coach Moors agierte die BG wieder konzentrierter, kam auf 50:60 (26.) heran. Doch nach dem schwachen dritten Quarter (15:22) besann sich die BG im letzten Abschnitt ihrer Stärken und holte Punkt um Punkt auf. Nun endlich bekam sie auch Braunschweigs Kostja Mushidi (letzte Saison gefeuert, jetzt zurück) besser in den Griff. In der zweiten Halbzeit kam er nur noch auf acht Zähler nach 20 in der ersten Hälfte.

Der Göttinger Rückstand wurde nun immer geringer und in den letzten zehn Minuten traute sich die BG auch endlich mehr zu gegen die physisch überlegenen Löwen. Dawkins und Jackson punkteten die BG heran bis zum 76:77. Doch die Löwen wahrten ihre knappe Führung. Nach dem 85:87 durch Odiase hatte Vargas mit dem letzten Wurf per Dreier die Sieg-Chance, doch er traf nicht.

„Ein Viertel war okay“, meinte Coach Roel Moors. „Diese Mannschaft ist für Aggressivität gemacht. Wir hatten offensiv einige gute Aktionen. Die Energie von Vargas hat das Spiel verändert. Die erste Halbzeit war schwach, in der zweiten haben wir unser Potenzial gezeigt. Aber in der Defensive müssen wir besser werden.“ BG-Boss Meinertshagen: „Vorne waren wir zu wild. Aber es ist positiv, dass wir nochmal so gut zurückgekommen sind.“

BG: Weidemann 7/davon 1 Dreier, Vital 6/2, Nelson 17/2, Gutièrrez (n.e.), Vargas 1, Onwuegbuzie 5/1, Odiase 10/1, Mönninghoff 2, Jackson 12, Dawkins 18/4, Turudic 7.

Braunschweigs Beste:Mushidi 28, Robinson 17, Schilling 16.  gsd

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