85:101 in Ulm: BG bricht nach der Pause ein

Kapitän David Godbold (links) gelangen sechs Dreier für die BG Göttingen, doch zum Sieg in Ulm reichten sie nicht.

Ulm. Eine gute Halbzeit reicht eben nicht! Nach einer respektablen Leistung in den ersten 20 Minuten ging Basketball-Bundesligist BG Göttingen bei ratiopharm Ulm in der zweiten Hälfte geradezu ein und verlor das Auswärtsspiel noch mit 85:101 (53:52).

Raymar Morgan eröffnete die Partie mit einem krachenden Dunk, Alex Ruoff legte nach. Mit der 9:6-Führung durch den ersten Dreier von Spielmacher Khalid El-Amin begann eine Göttinger Dreier-Serie, die in den ersten beiden Vierteln fast ihresgleichen suchte. Bis zur Pause verwandelten zwölf Dreier, kamen auf eine starke 67-Prozent-Quote. David Godbold und El-Amin netzten gleich je viermal von jenseits der 6,75m-Linie ein. Immer wieder fanden die Veilchen den freien Mann und trafen. Allerdings leisteten sich die Göttinger auch fünf Turnovers im ersten Viertel, das sie mit einem 23:23 beendeten gegen die Ulmer, die ihre Blitzverpflichtung Ian Vougioukas (Grippe) nicht einsetzen konnten. Offensiv agierte die BG wieder gut, doch in der Defensive gab es erneut etliche Lücken.

Im zweiten Viertel reduzierten die BGer ihre Ballverluste, blieben immer an Ulm dran. Godbold und El-Amin sorgten in der Schlussphase für die 53:52-Führung, die gleichzeitig der Halbzeitstand war.

Zuversicht wurde enttäuscht

Man konnte also zuversichtlich der zweiten Halbzeit entgegenblicken, doch die Göttinger wurden im dritten Abschnitt total von den Ulmern entzaubert. Die Gastgeber legten einen 27:8-Lauf hin, überrollten die Veilchen geradezu, denen nichts mehr einfiel und die zudem schlecht verteidigten. Gegen das Ulmer Offensiv-Spektakel hatten sie nichts mehr auszurichten. Ulm hatte zudem die breitere Bank, bei den Göttingern kam von de Mello, Njei und Kamp (alle ohne Punkte) wenig bis gar nichts, so dass die Last auf viel zu wenigen Schultern lag.

Die Konsequenz war, dass die Ulmer nach 30 Minuten dank eines 29:15-Viertels mit 81:68 in Führung lagen. „Göttingen beerdigt sich selbst und ist völlig von der Rolle“, meinte der BBL-TV-Kommentator zurecht. Den Veilchen unterlief ein Fehler nach dem anderen, nach dem dritten Durchgang standen 14 Turnover in der Statistik.

Starke Dreierquote

Zu Beginn des letzten Durchgangs kassierte Raymar Morgan gleich sein viertes Foul, am Ende dann auch das fünfte und letzte. Die Entscheidung zugunsten der Ulmer war aber längst gefallen. Dank einer gravierenden Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit entschieden sie die Partie für sich, obwohl Göttingen am Ende eine starke Dreierquote von 50 Prozent (16 von 32) aufwies. Zudem gestattete die BG den Schwaben 17 Offensivrebounds und auch bei den „Steals“ war Ulm mit 11:3 klar vorn. „Göttingen musste der Kraft Tribut zollen“, meinte Ulms Philipp Schwedhelm. Die Konsequenz, daraus, dass die BG-Rotation zu klein war und es zu viele Ausfälle gegeben hat.

BG: Kulawick 3/1 Dreier, Ruoff 21/3 (8 Assists), Spohr 4, Godbold 20/6, Bahiense de Mello, Njei, Kamp, Boykin 3/1, El-Amin 16/5, Onwuegbuzie, Morgan 18 (7 Rebounds).

Beste Ulmer: Clyburn 21, Rush 17, Klobucar 16. (haz/gsd)

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