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85:86 im ersten Test: BG Göttingen erste Halbzeit gut, zweite schlecht

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Von: Helmut Anschütz

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Macht sich krumm für die BG: Neuzugang Taze Moore (am Ball) gegen Stargards Karol Gruszecki. Links Topscorer Till Pape - die Nummer 19 erzielte 19 Punkte.
Macht sich krumm für die BG: Neuzugang Taze Moore (am Ball) gegen Stargards Karol Gruszecki. Links Topscorer Till Pape - die Nummer 19 erzielte 19 Punkte. © Hubert Jelinek/gsd

Die Testspielserie begann für Basketball-Bundesligist BG Göttingen nicht nach Wunsch. Gegen den polnischen Erstligisten Spojnia Stargard gab es eine 85:86 (46:34)-Niederlage.

Göttingen – Neben Harald Frey (in der WM-Qualifikation für Norwegen gestern gegen Dänemark aktiv) fehlte beid den Veilchen auch „Urgestein“ Mathis Mönninghoff, der wegen Magendarm-Problemen ausfiel.

In der Start-Formation standen gegen die Polen Geno Crandall, Mark Smith, Taze Moore, Javon Bess und als Center Rayshaun Hammonds. Den ersten Korb im ersten Test markierte Crandell. Nach zweimaligem kurzen Rückstand (2:4, 4:6) übernahm die BG die Partie mit schnellem, forschem Offensiv-Basketball. Crandell sorgte auch für den ersten Dreier zum 7:6, dem der bullige Javon Bess und Till Pape noch zwei weitere im ersten Viertel folgen ließen. Überhaupt Pape: Der Neuzugang aus Kirchheim traf in der Schlussphase des Anfangsviertels sieben Zähler in Folge zum 27:15. Zwei Punkte legten die Gäste noch nach zum 27:17 nach zehn Minuten.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs ging der erste Rhythmus etwas verloren, ebenso die Treffsicherheit. Crandall und zeitlich kürzer Peter Hemschemeier teilten sich den Spielaufbau, Pape, Hammonds und Bess nutzten ihre Physis wiederholt aus. Mit zwei Dreiern machte der grazile Moore im zweiten Abschnitt zum 39:27 und 44:33 auf sich aufmerksam. Mark Smith streute einen weiteren Dreier ein. Insgesamt versuchten die Göttinger, deren Vorsprung nach gut 15 Minuten auf 33:27 zusammengeschmolzen war, in den neuen lila Trikots die Vorgabe von Coach Roel Moors umzusetzen, schnell und aggressiv spielen zu wollen. Der Trainer registrierte den Auftritt seiner Mannschaft, ohne verbal groß einzugreifen.

In die zweite Hälfte startete die BG mit Problemen. Sie fand nicht den Rhythmus, sodass Stargard auf 45:48 verkürzen konnte. Mitte des dritten, sehr zähen Abschnitts wurde die Partie zum Duell an der Freiwurflinie, weil die BG ihre Teamfoulgrenze zeitig überschritten hatte. Vom 50:47 bis zum 55:53 fielen die Punkte nur von der Linie. Erst Pape versenkte wieder einen Dreier zum 58:53. Doch in der Folge ließen die Trefferquote und Spielsicherheit der Veilchen zu wünschen übrig, was die Polen in der letzten Aktion des dritten Viertels dazu nutzten, erstmals seit der Anfangsphase der Partie wieder mit 63:62 in Führung zu gehen. Das 16:29-Viertel-Ergebnis in diesem Durchgang zeigte das BG-Defizit auf.

Der starke Pape (19 Punkte) eröffnete den Schlussdurchgang mit seinem dritten Dreier und legte den vierten 70:68 nach – ein starkes Debüt. Dennoch wechselte die Führung hin und her. Bitter: Hammonds und Smith schieden nach 35 Minuten mit dem jeweils 5. Foul aus, später auch noch Harper Kamp. Kurz vor Ende führte die BG 85:81, doch Stargard gelangen noch fünf Zähler zum Sieg.

Trainer Moors: „In der ersten Halbzeit haben wir unser Potenzial ein bisschen gezeigt, die zweite war eine Katastrophe, weil wir defensiv keine Intensität hatten. Wir haben noch viel Arbeit vor uns.“ BG-Chef Frank Meinertshagen: „Ein typisches erstes Spiel. Am Ende waren wir müde und kaputt und hatten zu viele Fouls.“

BG: Hammonds 4, Crandall 17/davon 2 Dreier, Boakye, Hemschemeier 2, Smith 12/2, Ani (n.e.), Wüllner, Kamp 10, Pape 19/4, Bess 9/1, Giotis, Moore 12/2. (Helmut Anschütz/gsd)

Der neue BG-Spielmacher: Geno Crandall (am Ball) versucht sich gegen Stargards Isiah Brown mit einem Hakenwurf.
Der neue BG-Spielmacher: Geno Crandall (am Ball) versucht sich gegen Stargards Isiah Brown mit einem Hakenwurf. © Hubert Jelinek/gsd

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