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85:86 - Oldenburgs Paulding trifft BG Göttingen mitten ins lila Herz

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Harter Kampf unterm Korb: Göttingens Jeff Roberson (rechts) liefert sich einen Fight mit Oldenburgs TJ Holyfield (links) und Sebastian Herrera (7).
Harter Kampf unterm Korb: Göttingens Jeff Roberson (rechts) liefert sich einen Fight mit Oldenburgs TJ Holyfield (links) und Sebastian Herrera (7). ©  IMAGO/Nordphoto/Rojahn

Einmal mehr eine Niederlage der bitteren und völlig unnötigen Art kassiert die BG Göttingen vor 4600 Zuschauern beim 85:86 (42:42) bei den abstiegsbedrohten EWE Baskets Oldenburg.

Oldenburg/Göttingen –Exakt 2,4 Sekunden vor Schluss trifft Oldenburgs Basketball-Legende Rickey Paulding mit einem Dreier aus der linken Ecke mitten ins Herz. Genau 2,4 weitere Sekunden zuvor hatte Kamar Baldwin die Veilchen mit einem Zweier 85:

83 in Führung gebracht. Am Ende ist es sogar eine nicht unverdiente Niederlage, denn die Mannschaft von Coach Roel Moors offenbart zu viele Nachlässigkeiten, Unkonzentriertheiten und ungenaue Abschlüsse. So ist es ein dummer Rückschlag im Kampf um die Playoffs.

Obendrein verlieren die BGer auch noch Harald Frey, der nur 2:01 Minuten auf dem Parkett steht. In der 6. Minute knallt der Norweger rücklings aus einiger Höhe aufs Steißbein und kann danach nicht mehr weiterspielen. So muss Stephen Brown fast allein den Spielmacher-Part übernehmen – was er gut macht. Mit 20 Zählern ist er am Ende zweibester Werfer nach Baldwin (24), der zuerst überhaupt nicht zu sehen ist, nach der Pause aber immer mehr das Match auf Göttinger Seite übernimmt.

Nach nur 41 Sekunden leistet sich Baldwin zunächst ein Unsportliches Foul, das den Fehlstart der Veilchen mit einem 0:8-Rückstand begünstigt. Drei Fahrkarten der BG, erst Brown gelingen nach 123 Sekunden die ersten Punkte. Nach fünf Minuten hat sich die BG gefangen, verkürzt auf 8:12. Kurz danach diese ominöse Szene mit Frey. BG-Physio Uwe Klassen kümmert sich um den Norweger – vergebens.

Ebenso bitter: Die BG trifft keine Dreier, sonst ihre große Stärke. Oldenburg lässt sie nicht zu. Den ersten von nur zweien in der ersten Halbzeit versenkt Jake Toolson zum 17:17. Der nachverpflichtete Nate Grimes, der endlich viel besser zur Geltung kommt, bringt die Veilchen mit einem Drei-Punkt-Spiel 20:19 mit Ende des ersten Viertels in Front.

Im zweiten Abschnitt wird Oldenburgs Spielmacher Max Heidegger immer stärker, schenkt der BG einen Korb nach anderen ein – zur Pause sind es schon 18. Die Dreier-Quote ist aber beiderseits unterirdisch: Baskets 11 Prozent, BG 25 Prozent. Mit einem Vier-Punkt-Spiel (Dreier plus Freiwurf) gleicht Brown für Göttingen zum 42:42 zur Pause aus.

Die zweite Halbzeit eröffnet Baldwin per Dreier. In der Folge ein Turnover-Festival, beide Teams verdaddeln den Ball wiederholt. Es bleibt eng. Mal ist Oldenburg durch Michalak 53:50 vorn, dann kontert Brown zum 55:53 nach Hartwichs 4. Foul – Trainer Moors ist deshalb stocksauer. Die BG nach 30 Minuten 59:62 hinten.

Kapitän Akeem Vargas dreht die spannende Partie per Vier-Punkt-Spiel wieder zugunsten der Veilchen zum 69:68. Und dann ist Göttingen sogar 78:73 in Führung – verspielt sie aber durch viel zu viele Ungenauigkeiten und Ballverluste. Ein 10:2-Lauf bringt die Baskets 83:80 nach vorn. Vargas gleicht 41,9 Sekunden vor Schluss zum 83:83, weil Oldenburg zweimal beim Einwurf(!) den Ball verspielt. Dann ist es Baldwin (wer anderes?), der die BG 4,8 Sekunden vor Ende 85:83 aus der Halbdistanz in Front bringt. Dann aber passt die in vielen Situationen löchrige BG-Defensive nicht auf, lässt Paulding aus der linken Ecke werfen – und dessen Dreier besiegelt 2,4 Sekunden vor Schluss diese unnötige BG-Pleite, die trotz Freys Ausfall absolut nicht sein musste.

Am Mittwoch geht es für die BG im ersten Nachholspiel gegen die Academics Heidelberg weiter.

BG: Toolson 12/davon 3 Dreier), Frey, Roberson 8, Vargas 7/1, Hartwich, Mönninghoff 3/1, Brown 20 (8 Rebounds, 6 Assists), Grimes 11 (8 Rebounds), Giotis, Baldwin 24/2 (8 Rebounds).

Beste Oldenburger: Heidegger 32, Paulding 18/4, Michalak 11, Odiase 10 (10 Rebounds).  (haz/gsd)

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