85:93 gegen Oldenburg, aber gute Saison-Premiere der BG-Männer

Gutes Debüt für die Veilchen: Der nachverpflichtete Jordan Loveridge (in lila) gegen die Oldenburger Philipp Schwethelm, Rickey Paulding (23) und Marcel Keßen (rechts). Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Trotz der 85:93 (42:46)-Niederlage gegen die EWE Baskets Oldenburg hat die BG Göttingen im ersten Spiel der neuen Saison in der Basketball-Bundesliga einen guten Eindruck hinterlassen. Die Oldenburger, die sich selbst zum Meisterschafts-Mitfavoriten gekürt haben, waren letztlich einen Tick zu clever und hatten in ihrem neuen Spielmacher Bryon Allen (30 Punkte) den „Man of the Match“, den die Veilchen nicht stoppen konnten.

BG-Coach Johan Roijakkers setzte sein Luxus-Problem mit sieben Ausländern für sechs Positionen so um: Er ließ mit Darius Carter den wohl besten Angreifer der vergangenen Saison draußen, wohl ein Tribut wegen seiner Knöchelverletzung in der Vorbereitung. Auch der Ex-Oldenburger Dennis Kramer, den der BG-Coach eigentlich für einsatzfähig hielt, blieb auf der Bank. Ein anderer Langzeitverletzter der Veilchen warf die ersten Bundesliga-Punkte der neuen Serie: Evan Smotrycz versenkte cool den ersten Dreier. Die Veilchen boten dem hohen Favoriten, der ja Meister werden will, absolut Paroli. Michael Stockton verteilte die Bälle prima, und auch der nachverpflichtete Jordan Loveridge unterstrich erneut, dass man ihn eigentlich nicht Mitte November wieder wegschicken kann. 14:15 nach sechs Minuten, nur 19:22 nach dem ersten Viertel. Die BG machte einen guten Eindruck...

…der sich im zweiten Abschnitt fortsetzte. Aber die Göttinger hatten natürlich auch Probleme. Zum Beispiel die Dreier der Oldenburger zu kontrollieren. Den ersten beiden aus dem ersten Viertel ließen die Baskets vier in den zweiten zehn Minuten folgen. Byron Allen war allein dreimal erfolgreich. Zum 30:37, 32:40 und 35:43 waren die Gäste dreimal per Dreier erfolgreich. Die Veilchen spielten nicht schlecht, waren immer auf Schlagdistanz, aber Oldenburg war eben dieses kleine Quäntchen besser, cleverer, abgezockter. Mit vier Punkten Rückstand (42:46) ging es in die Pause. Die Dreier-Quote machte den Unterschied: 33 zu 67 Prozent. Sonst waren beide Teams in den Statistik-Werten fast gleich.

Toller Zwischenspurt

Nach dem Wechsel schienen die Baskets das Spiel „fertig“ machen zu wollen. Allen nagelte seinen vierten von fünf Dreiern, und die Gäste zogen nach knapp 27 Minuten bis auf 17 Zähler (48:65) davon. Alles schon vorbei für die BG? Von wegen. Ende des dritten Viertel schaltete das Roijakkers-Team wieder einen Gang hoch und kam durch Dreier des starken Stockton (2) und des nun besser werdenden Brion Rush sogar bis auf zwei Punkte (67:69) heran. Zum Führungswechsel reichte es jedoch nicht, weil Oldenburg sofort wieder konterte.

Im Schlussabschnitt hielten die Baskets den Vorsprung fast durchweg bei gut zehn Zählern und kontrollierten die Partie. Stockton und Loveridge schieden auf BG-Seite mit den fünften Fouls aus. Am Ende setzte sich der Favorit gegen eine prima kämpfende und nie aufgebende BG mit 93:85 durch. Eine Niederlage, aus der die Veilchen viel lernen können. Bereits am Dienstag geht´s in Frankfurt weiter.

BG: Watson 6, Lockhart 5, Williams 7, Smotrycz 8/davon 2 Dreier, Rush 22/2, Stockton 20/2, Loveridge 12/2, Stechmann, Simon, Haukohl, Grüttner 5.

Beste Oldenburger Werfer: Allen 30/5, McConnell 21/2, Mahalbasic 17. (gsd)

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