Peinlich: Die Anzeigetafel funktionierte wieder nicht

86:60 gegen Jena! Mit den ASC-Legenden zum ersten BG-Sieg

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Er dirigierte sein Team wieder gut: BG-Spielmacher Michael Stockton (rechts) beim Korbleger. Jenas Oliver Clay (8), Julius Jenkins (11) und Derrick Allen (15) können es nicht verhindern. 

Göttingen. Mit den Legenden des dreifachen deutschen Meisters ASC 46 Göttingen zum ersten Sieg – es hat tatsächlich geklappt! Mit 86:60 (39:33) gewann die BG Göttingen gegen Science City Jena und holte damit im sechsten Spiel den ersten Sieg in der Basketball-Bundesliga.

3024 Zuschauer feierten die Veilchen – und deren meisterliche Vorgänger. Und: Es war der erste Sieg gegen die Thüringer in der 1. Liga.

Eher peinlich zunächst nicht zum ersten Mal, dass die Anzeigetafel und die 24-Sekunden-Uhr nicht funktionierten. Hauptschiedsrichter Lottermoser schickte beide Teams nochmal aufs Feld zum weiteren Aufwärmen.

Wechselnde Führungen

Brion Rush eröffnete die Partie mit dem ersten Dreier für die BG. Stark, wie die Veilchen aus der Kabine gekommen waren. Es liefen die Angriffe und es fielen die Punkte. 8:3 waren die Veilchen vorn, doch Jena schlug sofort zurück mit einem 9:0-Lauf. Auszeit Göttingen und Darius Carter dunkte gleich mal zum 12:12. Die Führung wechselte hin und her, Michael Stockton scorte per Dreier zum 15:14. Danach 21:14 für die Göttinger, doch die Thüringer hielten wieder dagegen, 23:19 nach den ersten zehn Minuten.

BG Göttingen besiegt Jena 86:60

Ein Dreier-Festival auf beiden Seiten zu Beginn des zweiten Viertels. Sechs Mal waren beide Seiten von jenseits des Perimeters erfolgreich. Darunter auch Stephan Haukohl, der letztes Jahr noch für Jena spielte und die Veilchen mit 24 Punkten abschoss. Spektakulär dann unter anderem ein seltenes „Vier-Punkt-Spiel“ von Brion Rush, der beim Dreier gefoult wurde und auch den folgenden Freiwurf verwandelte zum 39:33 für die Veilchen. Das war auch der Pausenstand, nachdem die BG einen 11:2-Lauf gegen Ende des zweiten Abschnitts hingelegt hatte.

Dann die große Halbzeit-Show mit den ASC-Legenden. Hallensprecher Nils Leunig stellte alle Spieler aus der Meister-Zeit zwischen 1980 und 1985 vor. Den größten Applaus heimste – natürlich – Wilbert Olinde ein. Was waren diese Jungs damals klasse!

Vier Dreier von Smotrycz

Doch auch die jetzigen Göttinger legten eine tolle zweite Halbzeit hin. Am besten aus der Kabine kam aber bei Jena Derrick Allen, der den Göttingern gleich mal acht Punkte einschenkte. Auf der anderen Seite fand Evan Smotrycz endlich wieder seinen Wurf. Er versenkte drei Dreier in Folge für die Veilchen, die auf 52:42 (25.) wegzogen. In der Phase legten die BGer wieder einen 10:0-Lauf hin, der sie 59:42 in Führung brachte. Endlich mal ein drittes Viertel, in dem die Veilchen stark performten. 63:47 am Ende – und die Fans feierten.

Konzentriert begannen die BGer auch das letzte Viertel. Beim 64:49 nahm Jena-Coach Björn Harmsen die nächste Auszeit, beim 70:51 eine weitere, versuchte, sein Team nochmals einzuschwören. Es half aber nichts, die Veilchen blieben in der Spur. Smotrycz traf seinen vierten Dreier zum 75:53 – da war die Partie spätestens entschieden und der erste Sieg perfekt. Da freuten sich auch die ASC-Altstars mit den Veilchen.

BG: Lockhart 4, Williams 16, Smotrycz 12, Kramer, Carter 20, Rush 12, Stockton 12, Loveridge 2, Stechmann, Simon, Haukohl 8, Grüttner.

Jenas beste Werfer: Allen 16, Jenkins 12. (gsd)

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