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86:82 gegen Ulm: BG Göttingen feiert Einzug ins Pokal-Viertelfinale

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Von: Helmut Anschütz

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Totales Handgemenge: BG-Spielmacher Harald Frey wird beim Wurf von den Ulmern Devin Robinson (2.v.l.) und dem Spanier Juan Nunez (3.v.l.) gestört. Ganz Links Rayshaun Hammonds (BG), hinter Frey Ulms Matt Mobley.
Totales Handgemenge: BG-Spielmacher Harald Frey wird beim Wurf von den Ulmern Devin Robinson (2.v.l.) und dem Spanier Juan Nunez (3.v.l.) gestört. Ganz Links Rayshaun Hammonds (BG), hinter Frey Ulms Matt Mobley. © A.T. da Silva/gsd

Fast 35 der 40 Minuten lag die BG Göttingen im Achtelfinale des BBL-Pokals gegen ratiopharm Ulm zurück – und viele der 2003 Zuschauer in der S-Arena hatten schon wie in der vergangenen Saison in Braunschweig das Aus vor Augen.

Göttingen – Doch in den letzten fünf Minuten drehten die Veilchen die spannende und enge Partie noch und siegten 86:82 (36:

42). Damit zog das Team von Trainer Roel Moors ins Viertelfinale ein, das Anfang Dezember ausgetragen wird. Die Auslosung erfolgt am Montag nach dem Spiel Berlin gegen Bonn (19 Uhr).

Bereits am Samstag tauchte auf der BBL-Homepage ein neuer Spieler der BG auf: Max Besselink, ein 20 Jahre junger Finne, der zuletzt für die Würzburg Baskets spielte. In Finnland spielte er für den BC Nikoa und die Helsinki Seagulls, gilt als der talentierteste junge Spieler seines Heimatlandes. Der 2,02 Meter große Small Forward erhielt bei der BG die Nummer 33 und soll Taze Moore ersetzen, der mit Basketball in Europa nicht zurechtkam und wieder zurück in die USA flog.

. Zum Spiel: Harper Kamp sorgte für den ersten Korberfolg zuhause, doch dies sollte die einzige Führung bleiben. Ulm übernahm die Partie sofort, wollte Revanche für die im Punkstpiel erlittene Heimniederlage vor knapp zwei Wochen – das merkte man von Beginn an. Die Veilchen fanden überhaupt nicht in einen guten Rhythmus, verdaddelten einen nach dem anderen in der Offensive, hatten nach dem ersten Viertel schon acht Ballverluste, zur Pause dann zwölf. Auch von kreativem Teamspiel war wenig zu sehen.

Klar, dass Coach Moors am Rand teils wild gestikulierte und forsch alle Spieler durchwechselte. Zumal Spielmacher Harald Frey schon nach knapp fünf Minuten das zweite Foul kassiert hatte. Die Göttinger kamen einfach nicht auf Touren, was die Ulmer clever ausnutzten und immer wieder erfolgreich zum BG-Korb zogen – und trafen. 73 Prozent Zweier-Quote zur Pause, das konnte sich aus Gäste-Sicht sehen lassen. 15:21 nach den ersten zehn Minuten, 36:42 zur Halbzeit – für die BG war nach der Pause noch jede Menge Luft nach oben.

Doch der Rückstand hielt auch im dritten Viertel an. Beim 47:49 war die BG zwar auf zwei Zähler dran, doch immer wieder hatten die Süddeutschen, bei denen die BG das erste Punktspiel 93:84 gewann, eine gute Antwort. Vor allem der starke Karim Jallow (25 Punkte) war kaum aufzuhalten. 58:63 nach 30 Minuten – die Veilchen liefen hinterher, die Wende wollte einfach nicht gelingen. Noch nicht...

Ausgerechnet dem Ex-Ulmer Till Pape gelang per Dreier dann endlich der Ausgleich zum 68:68 – tosender Jubel auf den Tribünen. Und erst recht, als Rayshain Hammonds zum 70:68 (35.) dunkte. Die erste Führung seit dem 2:0! Der Rest wurde dann zum „Tatort“-Krimi am Sonntagnachmittag. 89 Sekunden vor Ende der Dreier von Frey zum 77:75, diese Führung ließ sich die BG nicht mehr abluchsen. Ulms Christen und Jallow kassierten fünfte Fouls. Frey und Smith tüteten den dritten Saisonsieg an der Freiwurflinie ein. Bitte schön: Erste Sieges-Humba in der S-Arena!

„Wir haben nicht ins Spiel gefunden, nicht die richtige Einstellung gezeigt und hatten zu viele Ballverluste“, monierte Coach Moors. „Am Ende haben wir aber defensiv bessere Lösungen gefunden.“ Ulm-Trainer Anton Gavel: „Göttingen hat das Spiel über die Defensive entschieden.“ BG-Neuzugang Till Pape: „Drei Viertel waren wir schlecht. Aber der Sieg ist einfach geil“ Und der zweite „süße Sieg“ für den Ex-Ulmer. (Helmut Anschütz/gsd)

BG-Blitz-Neuzugang aus Finnland: Max Besselink (links) gegen Ulms Topscorer Karim Jallow.
BG-Blitz-Neuzugang aus Finnland: Max Besselink (links) gegen Ulms Topscorer Karim Jallow. © A.T. da Silva/GSD

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