Basketball-Bundesliga Männer

87:102 in Bonn! BG Göttingen zu schwach, Endspurt zu spät

Ratlos und gefrustet nach dem Desaster in Bonn: Göttingens Trainer Roel Moors.
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Ratlos und gefrustet nach dem Desaster in Bonn: Göttingens Trainer Roel Moors.

Schwere Zeiten für die Veilchen! Auch bei den Telekom Baskets Bonn kassierte Basketball-Bundesligist BG Göttingen eine herbe Niederlage. Das traurige 87:102 (37:48) war bereits die sechste Pleite in Serie.

Bonn - Der Endspurt der Mannschaft von Trainer Roel Moors im letzten Viertel kam zu spät. Das Schlimme an der Schlappe obendrein: Die Keller-Konkurrenz punktete im Gegensatz zu den Veilchen – Frankfurt, Chemnitz und Gießen gewannen, nur das sieglose Vechta verlor 81:98 gegen Crailsheim.

Die Göttinger fingen mit Gutiérrez, Vargas, Omuvwie, Dawkins und Odiase an. Der am ersten Weihnachtstag verpflichtete neue Spielmacher Deishuan Booker landete erst gestern in Frankfurt, war also noch kein Thema.

Für die erste Führung sorgte Kapitän Akeem Vargas per Dreier. Jorge Gutiérrez schickte gleich den zweiten hinterher zum 6:2. Nach Vargas’ drittem BG-Dreier zum 11:10 hatte es sich aber mit BG-Führungen. Gutiérrez glich an seinem 32. Geburtstag zwar nochmal zum 13:13 aus, doch dann zogen die Rheinländer langsam weg, weil sie im ersten Viertel fünf Dreier trafen – als zweitschwächstes BBL-Team in punkto Dreiern. Das schwächste ist übrigens die BG! Bonns letzter Dreier fiel als Buzzer-beater zum 24:18 nach zehn Minuten.

Im zweiten Durchgang lag die BG weiter durchweg hinten. Beim 22:31 hatte Moors genug, nahm die Auszeit, in der er inständig beschwörend und gestikulierend auf seine Spieler einredete. Vergebens! Das Göttinger Spiel war erneut zu fehlerbehaftet.

Die Gastgeber bauten ihren Vorsprung auf 13 Punkte aus (35:22), die Veilchen rannten nur hinterher. Als der Bonner Hagins den siebten Dreier versenkte, nahm Moors die nächste Auszeit. Vorne verlor Tai Odiase den Ball, hinten standen immer wieder Bonner frei und trafen.

Geburtstagskind Gutiérrez handelte sich zudem 1:28 Minuten vor der Pause noch ein Technisches Foul ein, traf aber in der Offense wenigstens den fünften Veilchen-Dreier und per Zweier noch zum Halbzeit-Rückstand von 37:48. Der Mexikaner war zur Pause der einzige Göttinger, der zweistellig getroffen hatte – bei Bonn waren es drei mit Micovic, Babb und Hagins. Bei der BG war bis dahin von Dawkins, Odiase und Rayman (verletzt) wenig bis nichts zu sehen.

Und dann auch noch das: 120 Sekunden waren in der zweiten Hälfte gespielt, als sich Gutiérrez, die einzige Kreativkraft der BG, ein Offensivfoul beim Ballvortrag einhandelte – dummerweise schon sein 4. Foul! Nur eine halbe Minute später war Moors nach Bonns nächstem Dreier so sauer, dass er die dritte Auszeit nahm.

Doch auch die brachte nichts. Göttingen lag 20 Punkte zurück – einfach ernüchternd, was die BGer (nicht) zeigten. Am Ende des dritten Viertels verkürzten die Gäste zwar durch einen 8:0-Lauf (sechs Zähler von Odiase) auf 59:73, doch nach einem weiteren Buzzer-beater-Dreier von Josh Hagins führte Bonn nach 30 Minuten 76:59.

Im Schlussabschnitt kam die BG vor allem dank Odiase (Double-Double mit 20 Punkten und 12 Rebounds) auf neun Punkte heran. Aber es war nur ein Strohfeuer. Nur ein halbwegs ordentliches Viertel reicht eben nicht. So ging das schwierige Basketball-Jahr mit einer weiteren schmerzlichen Niederlage der BG zu Ende. Nächstes Auswärtsspiel am kommenden Samstag in Gießen.

BG: Weidemann 5/davon 1 Dreier, Gutiérrez 19/2, Vargas 10/2, Onwuegbuzie, Kramer, Omuvwie, Kamp 12/2, Rayman, Odiase 20, Dawkins 15, Robinson 6.

Beste Bonner: Hagins 27/6, Micovic 23/5, Babb 20/4, Gailius 17/2.  (haz/gsd)

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