BASKETBALL-BUNDESLIGA MÄNNER

87:76 bei Brown-Comeback: BG Göttingen kann auch dreckig siegen

Drei BGer gegen einen Gießener: Topscorer Kamar Baldwin (44) und Jeff Roberson (5) bearbeiten Phillipp Fayne, Jake Toolson (2) schaut zu. 2
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Drei BGer gegen einen Gießener: Topscorer Kamar Baldwin (44) und Jeff Roberson (5) bearbeiten Phillipp Fayne, Jake Toolson (2) schaut zu. 2

Schön anzuschauen war’s nicht, aber der Zweck heiligt auch einmal die Mittel: Die BG Göttingen gewinnt nach der Corona-bedingten Auszeit von Spielmacher Stephen Brown bei der Niederlage in Bayreuth und dessen nun erfolgter Rückkehr ins Team mit 87:76 (45:40) bei den Gießen 46ers und knüpft damit an die vorherige Serie von fünf Siegen in Folge an.

Gießen/Göttingen – Hauptsache gewonnen und damit das Selbstbewusstsein nach den Pleiten gegen Braunschweig und eben Bayreuth wieder aufpoliert!

Die erfreulichste Nachricht kam schon vor dem Tip-off: Stephen Brown hatte sich mit dem dritten negativen PCR-Test am Samstagvormittag freigetestet, für das Göttinger Gesundheitsamt stand einem Einsatz und damit einem Comeback im Veilchen-Team nichts im Wege. Die Viruslast soll schon beim positiven Test am vergangenen Dienstag sehr gering gewesen sein. Auch über einen falsch positiven Test wurde schon gemunkelt.

Wie wichtig der flinke US-Pointguard (und Ex-Gießener) für die Veilchen ist, zeigte sich schon im ersten Viertel. Erster Dreier zur 5:0-Führung, zweiter zum 8:5. Am Ende 14 Zähler, drei Rebounds, vier Vorlagen. Eine gute Bilanz.

Noch weit übertroffen wurde Brown zum x-ten Mal von Kamar Baldwin, der 16 Zähler zur Pause auf seinem Konto hatte, im dritten Viertel fünf und im letzten zehn Punkte nachlegte. Machte 31 Zähler – neue persönliche BBL-Bestmarke. Der Shooting-Guard ist derzeit DER Erfolgsfaktor im Veilchen-Team. Mit Brown und Jake Toolson bildete Baldwin das Triumvirat für den zehnten Saisonsieg, den schon fünften Auswärtserfolg und nebenbei auch noch für den ersten Sieg 2022. Was den Beitrag der anderen BGer nicht schmälern soll, der aber vor allem bei Philipp Hartwich überschaubar war: Nach vielen guten Partien legte der 2,18 m-Hüne sieben von acht Freiwürfen daneben – indiskutabel für die 1. Liga.

Außer fünf Führungen im ersten Viertel lag die BG immer vorn, ließ die Hessen aber immer wieder herankommen. Am Ende verdankte die BG den Erfolg ihrer bekannten Dreier-Stärke: 12 von 23 versenkt = 52 Prozent. Die Veilchen bleiben das beste BBL-Team von jenseits des Perimeters. Und auch die Zweier-Quote konnte sich mit 57 Prozent sehen lassen. Schlusswort Harper Kamp: „Ein paar Spieler haben eine richtig gute Leistung gezeigt.“ Er gehörte auch dazu.  (haz/gsd)

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