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91:87 – Harald Frey führt die BG Göttingen zum Überraschungs-Sieg gegen Ulm

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Von: Walter Gleitze

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Starkes Debüt: Göttingens norwegischer Neuzugang Harald Frey (am Ball) versucht, sich gegen Ulms Per Günther und Jaron Blossomgame (links) erfolgreich durchzusetzen.
Starkes Debüt: Göttingens norwegischer Neuzugang Harald Frey (am Ball) versucht, sich gegen Ulms Per Günther und Jaron Blossomgame (links) erfolgreich durchzusetzen. © Hubert Jelinek/gsd

Mit sechs Siegen in Folge in der Basketball-Bundesliga war der Tabellenzweite ratiopharm Ulm nach Südniedersachsen angereist. Nun hat die BG Göttingen diese Siegesserie der Ulmer reißen lassen. Die Veilchen gewannen in einem nervenzerfetzenden Match mit 91:87 (51:38) und bleiben damit auf Playoff-Kurs.

Göttingen – Am 23. Januar hatte die BG ihr letztes Spiel in Weißenfels bestritten. Danach war erst einmal Pause, drei Spiele der Göttinger mussten coronabedingt verschoben werden. Doch scheint diese Pause die Göttinger nicht aus dem Rhythmus gebracht zu haben nach diesem doch eher unerwarteten Sieg.

Kamar Baldwin eröffnete das Spiel mit einem Dreier für die Gastgeber. Erstmals war die Neuverpflichtung, der Norweger Harald Frey, dabei und feierte sein Debüt – und was für eines! Er wurde nach sechs Minuten von Trainer Roel Moors gebracht. In der selben Minute erzielte Frey auch seine beiden ersten Punkte mit Freiwürfen zum 18:23. Überhaupt hinterließ Frey einen sensationellen Eindruck – flink auf den Beinen, mit gutem Auge für den Mitspieler mit drei erfolgreichen Anspielen, mit sicher verwandelten Freiwürfen. Auch zwei Dreier schenkte er in den ersten 20 Minuten den Ulmern ein – und war am Ende mit 21 Punkten Topscorer seiner neuen Mannschaft. Der BG scheint mit Frey ein absoluter Glücksgriff gelungen zu sein.

Im ersten Viertel sah es allerdings aus, als würde Ulm, das im Hinspiel durch einen erfolgreichen Zweierwurf von Baldwin 86:88 verloren hatte, seiner Favoritenrolle gerecht werden könne. Die Gäste zogen auf 23:13 davon, ehe die BGer mit einem 9:0-Lauf auf 22:23 verkürzen konnten. Gleichwohl gingen die Ulmer mit 28:22 ins zweite Viertel.

Mit einem Dreier verkürzte der Norweger nach der Viertelpause zwischenzeitlich auf 27:30 und läutete damit in der Folgezeit einen 13:0-Lauf ein – von 27:32 auf 40:32.

Nun stand auch die Defensive der Göttinger, erlaubte den Gästen nur ganz schwierige Würfe, sodass diese im zweiten Viertel gerade einmal zehn Punkte erzielten und so die zweiten zehn Minuten 10:29 verloren. So ging es mit einem 51:38 für das BG-Team in die Halbzeitpause, weil auch wieder die Trefferquote von jenseits des Perimeters stimmte -– 9 von 17 bedeuteten 53 Prozent.

Die Göttinger konnten auch im dritten Viertel die Gäste auf Distanz halten, mit 68:59 ging es in das letzte Viertel, das an den Nerven zerrte, weil die Ulmer kurz vor der Schlusssirene auf 83:84 herangekommen waren. Am Ende wurden die Schiedsrichter auch noch tätig, als sie nach einem mehrminütigen Videostudium den Ulmern ein „Unsportliches Foul“ ankreideten, das Jeff Roberson mit zwei Freiwürfen zum 88:85 bestrafte. Baldwin machte mit dem 90:87 plus einem Freiwurf zum Endergebnis von 91:87 den Sack endgültig zu.

Riesenjubel unter den 500 erlaubten Zuschauern, die naturgemäß die Humba forderten, die sie auch bekamen.

„Ich bin stolz auf mein Team, dass vor allem im zweiten Viertel exzellent gespielt hat. Harald Frey gibt uns Extramöglichkeiten“, freute sich Moors über das sensationelle Debüt der Neuverpflichtung.

BG: Toolson 10, Frey 21, Roberson 8, Vargas 1, Hujic, Hartwich 6, Mönninghoff 11, Kamp 6, Giotis, Brown 12, Baldwin 16.

Beste Ulmer: Christon 28, Thornwell 17, Felicio 14, Blossomgame. 14. (Walter Gleitze/gsd)

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