Basketball-Bundesliga: Letzte Viertel entscheiden die Thüringer deutlich 

92:103 in Jena: BG geht am Ende die Puste aus

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Überragender Spieler: Göttingens Michael Stockton (links), hier gegen Jenas Erman Reyes-Napoles und Oliver Mackeldanz (rechts) war mit xx Punkten Topscorer.

Jena. So bitter kann Basketball sein! Die BG Göttingen bestimmte bei Science City Jena fast 34 Minuten lang das Spiel und verlor dann doch noch mit 92:103 (49:45) bei den Thüringern.

Der dritte, mögliche Auswärtssieg wurde quasi verschenkt. Am Ende hatte das Team von Trainer Johan Roijakkers nichts mehr zuzusetzen, verlor das letzte Viertel deutlich mit 19:38. Den Veilchen ging einfach die Puste aus.

Aber was für ein Start für die Veilchen in der Sparkassen-Arena! Nach Jenas Führung durch den Litauer Martynas Mazeika legte Jordan Loveridge den Thüringern gleich mal zwei Eier ins Netz – per Dreier. Und Will Buford den dritten zur 12:4-Führung. Besser konnte der Auftakt kaum sein, der Sensationssieg gegen Bamberg schien die BG weiter zu beflügeln. Nach Darius Carters 19:8 nahm Jenas aus Göttingen stammender Coach Björn Harmsen seine erste Auszeit, um den BG-Rhythmus zu unterbinden. Das gelang – allerdings erst mit Verspätung, denn die Thüringer trafen ihrerseits drei Dreier in Folge durch Julius Jenkins, Julius Wolf und Skyler Bowlin. Doch die Veilchen konterten in Person von Stockton mit dem vierten Dreier zum 25:19. Nach dem ersten Viertel die BG mit 27:22 vorn.

60 Prozent Dreierquote

So konnte es fast nicht weitergehen. Jena kam so nach elfeinhalb Minuten zur ersten Führung (28:27) durch Derrick Allen, neben Jenkins und McElroy einer der drei Oldies bei den Thüringern. Carter konterte mit dem 29:28 – eine Führung, die die Veilchen auch bis zur Halbzeit nicht mehr abgaben. Auch weil sie weitere Dreier durch Brion Rush (41:35), Joanic Grüttner (44:40) und Stockton (zum 47:43) verwandelten. 60 Prozent Dreier-Quote (neun vor der Pause) und 55 Gesamtwurfquote bei der BG – das konnte sich sehen lassen. Es war sogar ein höherer Vorsprung drin, doch das Roijakkers-Team hatte im zweiten Viertel ein paar kleine Hänger drin. Rushs „Buzzer-Beater“ zum 49:45 bedeutete die Pausenführung für die Göttinger.

Und das Dreier-Festival ging weiter. Stockton und Loveridge trafen die ersten zwei nach dem Wechsel. Nach 23 Minuten lag die BG 59:50 in Front, auch weil Stockton (23 Punkte nach 30 Minuten, am Ende ein Double-Double/25 Punkte, 10 Assists) vor den Augen seines Vaters John eine tolle Partie lieferte. Die Veilchen kontrollierten das Match weiter, doch nachdem Jena auf 62:68 herangekommen war, nahm Roijakkers eine Auszeit. Mit einem 73:65 ging es schließlich ins letzte Viertel.

Konzentration nicht mehr da

Doch nun schwand zunehmend die Konzentration bei den BGern. Beim 76:76 gelang Jena der Ausgleich, Mazeika brachte die Thüringer danach in Führung. Die kamen in der Folge ins Laufen und gingen 88:82 in Front. Auszeit Göttingen. Half nichts, die BG war nicht mehr „da“, hatte zu viele Ballverluste und konnte den Thüringen-Express nicht mehr aufhalten, der die letzten zehn Minuten 38:19 gewann. So wurde es am Ende eine bittere Niederlage, die absolut nicht sein musste.

BG: Lockhart 3, Williams, Kramer 2, Carter 20, Rush 5, Stockton 25, Loveridge 20, Stechmann, Larysz, Haukohl, Buford 11, Grüttner 3.

Jenas beste Werfer: Mazeika 25, Wolf 13, Jenkins 20, Allen 18, Weaver 11. 

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