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93:84-Sieg zum Auftakt: Moore weg, aber BG Göttingen jubelt in Ulm

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Von: Helmut Anschütz

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Die Nummer 13 bringt der BG Glück: Neuzugang Mark Smith (rechts) hängt Ulms Karim Jallow ab und erzielt gleich zwei seiner starken 28 Punkte.
Die Nummer 13 bringt der BG Glück: Neuzugang Mark Smith (rechts) hängt Ulms Karim Jallow ab und erzielt gleich zwei seiner starken 28 Punkte. © Imago-Images/H. Langer

Was für ein Auftakt in die Basketball-Bundesliga für die BG Göttingen! Vor 4186 Zuschauern siegen die Veilchen beim Saisonstart bei ratiopharm Ulm mit 93:84 (51:47) und feiern damit den ersten Auswärtserfolg.

Ulm – Herausragender Mann war Neuzugang Mark Smith mit starken 28 Punkten. Und dies alles, nachdem es vor dem Spiel eine Hiobsbotschaft gegeben hatte.

Den Knall gab es schon vor dieser Partie: Die BG trennt sich von Taze Moore, wie die HNA gestern schon angedeutet hatte. Offiziell „aus persönlichen Gründen“, wie die Veilchen mitteilten. Die wahren Gründe dürften vielschichtiger sein. Coach Roel Moors ist schon auf der Suche nach Ersatz für Moore.

Die ersten Punkte erzielte Karim Jallow für Ulm zum 5:0, ehe Harper Kamp für die BG die ersten Zähler in der neuen Serie markierte, Javon Bess glich per erstem Dreier aus, der erneut starke Mark Smith erzielte die erste Führung beim 8:7. Doch danach übernahm erst einmal Ulm, nutzte die Abwehrlücken der Veilchen, die im Übrigen auch die Süddeutschen aufwiesen. Beim 16:11 nahm Moors die erste Auszeit, Smith hielt die Göttinger danach im Rennen, obwohl die Gastgeber bei fünf Punkten Vorsprung lagen. Nach den ersten zehn Minuten waren es sechs beim 28:22 der Hausherren, die 81 Prozent Zweier getroffen hatten.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts brachte wiederum Smith die BG auf 27:28 heran, obwohl Spielmacher Geno Crandall Ballverluste hatte. Beim 35:27 war Ulm auf acht Zähler weg, doch dadurch ließ sich die BG nicht beirren. Sie blieb auf Schlagdistanz, obwohl die Dreier nicht recht fallen wollten. Mit einem Drei-Punkt-Spiel verkürzte Smith auf 39:41 - und traf bis zur Pause noch weiter. Das machte 19 Punkte des Neuzugangs zur Halbzeit. Crandall war es dann, der den Göttingern die Halbzeit-Führung bescherte, als er den fünften BG-Dreier einnetzte zum 51:47.

Und diesen Vorsprung wahrten die neuformierten Südniedersachsen bis auf einen Rückstand beim 60:61 durch Ulms erst 18-jährigen Spanier Juan Nunez bis zum Ende trotz ihrer personellen Dezimierung, da ja auch Mathis Mönninghoff (Schulter) verletzt fehlte. So kamen auch Marios Giotis und Nick Boakye zu Kurzeinsätzen.

Auf dem Parkett gaben allerdings hauptsächlich Smith und Harald Frey den Ton bei der BG an. Sie lenkten das Göttinger Spiel und verstanden es, auch selbst zu scoren. Nachdem die BG das zweite Viertel schon 29:19 gewonnen hatte, entschied sie auch das dritte mit 18:16 für sich. Zu Beginn des letzten Viertels kassierte Crandall sein viertes Foul, doch die BG beendete die Partie vollzählig. Crandall traf wenig später einen schweren Dreier, aber Ulm steckte nicht auf, verkürzte auf 77:81. Die Wende? Von wegen! Frey warf den Ulmern den elften Göttinger Dreier zum 86:77 rein, Smith den zwölften zum 89:82, ehe Crandall per Buzzer-Beater für den 93:84-Endstand sorgte.

„Das war ein großartiges Spiel mit viel Energie von uns. Wir halten zusammen, darauf können wir aufbauen“, meinte Smith bei MagentaSport. Am Donnerstag fährt die BG nach Crailsheim, wo Freitag (19 Uhr) das zweite Auswärtsspiel ansteht.

BG: Hammonds 7/davon 1 Dreier, Frey 18/4, Crandall 17/3, Boakye, Hemschemeier (n.e.), Smith 28/3, Ani (n.e.), Kamp 4, Pape 12, Bess 7, Giotis.

Beste Ulmer: Robinson 18, Jallow 14/1, Mobley 12/2.  (haz/gsd)

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