Wichtige Punkte im Abstiegskampf

95:92 gegen Frankfurt! BG Göttingen feiert Überraschungssieg

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In Dreier-Laune: Göttingens Jordan Loveridge eröffnete das Spiel gegen Frankfurt mit drei Dreiern. Am Ende hatten er und Brion Rush je sechs erzielt.

Göttingen. Endlich ist er perfekt, dieser nicht erwartete Sieg für die BG Göttingen! Vor 2961 Zuschauern gab es einen 95:92 (46:44)-Erfolg gegen die Fraport Skyliners Frankfurt, der von den Fans überschwänglich gefeiert wurde.

Für die Veilchen ein absoluter „Big Point“ im Kampf um den Klassenerhalt. Coach Johan Roijakkers verzichtete erneut auf Harper Kamp, weil nur sechs Ausländer eingesetzt werden dürfen. In der Startformation tauchte erneut Darius Carter auf, doch die ersten Akzente setzte sein US-Landsmann Jordan Loveridge, den ersten Dreier verwandelte, den zweiten und auch seinen dritten in Folge

 Toll für die BG. Nur: Die Frankfurter konnten das mit den Dreiern genauso gut – vielleicht sogar noch besser. BG-Neuzugang William Buford gelang zwar noch der vierte BG-Dreier, aber die Skyliners schafften im ersten Viertel derer sechs, was die Veilchen nicht unterbinden konnten und auf das Problem hinwies: Die Defensive. Nach dem guten Start lief bei den BGern weniger zusammen, sodass die Gäste 25:15 nach zehn Minuten führten.

Doch das Dreierfestival ging sofort weiter. Brion Rush netzte gleich zwei in Serie ein, verkürzte auf 21:25. Und per Zweier auf 23:25. Und seinen dritten Dreier zum 26:28. Die Partie wurde zum „Shooting-Wettbewerb“. Carter gelang endlich wieder der Ausgleich zum 28:28, das Drei-Punkt-Spiel verpasste er, sein Freiwurf ging nicht rein. Für die BG-Führung sorgte wenig später Joanic Grüttner mit dem achten Göttinger Dreier, ehe Michael Stockton mit einem eleganten „Floater“ zum 35:33 traf. Mit zunehmender Zeit zogen sich die drei Referees den Zorn der Fans zu, weil sie deren Ansicht nach Frankfurt bei den Foul-Pfiffen bevorteilten. So wechselte die Führung wieder und wieder. Zur Halbzeit lag die BG hauchdünn mit 46:44 vorn, bot dem Favoriten (ohne Tai Webster und Mike Morrison) absolut Paroli. Sollte da tatsächlich etwas gehen?

Will Buford eröffnete den Punktereigen nach dem Wechsel – und die Veilchen blieben am Drücker, gaben ihren Vorsprung nicht mehr aus der Hand. Sich darauf ausruhen konnten sie jedoch nicht. Frankfurt blieb immer in Schlagdistanz. Als die BG auf 67:60 erhöhte, nahm Skyliners-Coach Gordon Herbert die nächste Auszeit. Doch die Göttinger ließen sich auch von erneuten, strittigen Pfiffen, die die Zuschauer mit „Schieber“-Sprechchören gegen die Schiris quittierten, aus der Bahn werfen. 72:68 nach 30 Minuten, bis dahin schon 13 Dreier.

Am Ende waren es sogar 16, so viel wie noch nie in dieser Saison. Loveridge und zweimal Rush legten noch drei nach. Die BG setzte sich auf 79:68 ab – die höchste Führung. Auch Stephan Haukohls fünftes Foul (37.) machte den Veilchen nichts aus. Sie blieben konzentriert, auch als Frankfurt durch zwei Dreier von Scrubb und Robertson auf 88:89 herangekommen war. Die Göttinger zeigten sich nervenstark, Darius Carter setzte einen wichtigen Block bei eigener 93:88-Führung. Das Ende war der erhoffte Überraschungssieg gegen starke Frankfurter. Als „Man of the Match“ kürten die Fans erstmals Jordan Loveridge.

BG: Lockhart 1, Williams 2, Kramer, Carter 12, Rush 29, Stockton 12, Loveridge 21, Stechmann, Larysz, Haukohl, Buford 15, Grüttner 3.
Frankfurts erfolgreichste Werfer: Scrubb 24, Huff 19, Robertson 18, Wohlfahrt-Bottermann 18.

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