Abenteuer Bundesliga: Nur der Klassenerhalt zählt für BG-Ladies

Das Mannschafts-Foto mal etwas anders – die Veilchen Ladies (von links): Alissa Pierce, Jennifer Crowder, Vasiliki Karambatsa, Lea Nguyen Manh, Corinna Dobroniak, Casey Smith, Maika Pilz, Jana Lücken, Verdine Warner, Marissa Janning (liegend). Foto: Ahrens/nh

Am kommenden Sonntag (16 Uhr) startet die BG 74 Göttingen in die Saison 2017/18 der Damen-Basketball-Bundesliga (DBBL). Nach acht Jahren sind die „BG 74 Veilchen-Ladies“ , wie sie sich sogar offiziell nennen, wieder in der 1. Liga.

Lange Jahre in der 2. Liga liegen hinter ihnen, meistens waren sie im Vorderfeld mit dabei, doch der Sprung nach oben glückte nicht. Doch am 22. April war es dann soweit: Durch einen 56:46-Sieg beim ärgsten Rivalen in Wolfenbüttel und einen 71:63-Erfolg im ersten Playoff-Finale feierten die Göttingerinnen die Rückkehr ins Oberhaus, nachdem das Team 2009 aus finanziellen Gründen aus der Bundesliga zurückgezogen worden war.

Somit ist Göttingen jetzt die einzige deutsche Stadt, die mit den BG-Ladies und den BG-Männern zwei Basketball-Bundesligateams hat.

Für die BG-Ladies ist die 1. Liga natürlich absolutes Neuland. Statt gegen Grünberg und Lichterfelde geht es jetzt gegen Top-Klubs wie Rekordmeister Wasserburg oder Vize Keltern, wie schon am vergangenen Wochenende beim „Champion Weekend“.

Ist die 1. Liga ein Abenteuer? „Eher schon“, sagt Richard Crowder, lange Jahre alleiniger Geschäftsführer der „Veilchen Ladies Unternehmer-Gesellschaft“ (UG), seit kurzem aber zusammen mit Roland Emme-Weiß verantwortlich. Die BG-Ladies gehen mit gut 200 000 Euro Etat in die Saison. Dies ist weniger als ein Zehntel vom Budget der BG-Männer. Große Sprünge sind damit nicht drin. Jeder Euro muss mehrfach umgedreht werden, bevor man ihn ausgibt.

Man hätte gern noch mehr gehabt, um eine weitere Spielerin verpflichten zu können. Mit nur zehn ist das Team nur äußerst dünn besetzt. „Die Mittel sind aber nicht da“, räumt Crowder ein und weiß: „Der Kader ist zu klein, das wird eng.“ Verletzungen der Leistungsträgerinnen sind geradezu „verboten“. Zu ihnen zählen die drei Neuen Casey Smith, Marissa Janning (aus den USA) und die Griechin Vasiliki (Viki) Karambatsa. Mit der erfahrenen Alissa Pierce, Top-Centerin Verdine Warner und Crowders Tochter Jennifer bilden sie das Gerüst für die 1. Liga. Dazu kommen die altgedienten Jana Lücken, Mayka Pilz und Corinna Dobroniak sowie „Nesthäkchen“ Lea Nguyen-Manh. Immerhin hat Griechen-Coach Giannis Koukos seine Vorgänger Ondrej Sykora und Hermann Paar mit dem Aufstieg schon übetroffen. Gesucht wird nun aber mindestens noch eine weitere Spielerin als Verstärkung – wenn das Geld dafür da ist.

Trotz der knappen wirtschaftlichen Voraussetzungen „ist die Vorfreude da“, so Crowder. „Wir lassen uns überraschen.“ (haz/gsd) 

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