Basketball-Bundesliga: BG Göttingen profitiert von Vechtas Pleite in Tübingen

Abstieg kein Thema mehr

Andrej Mangold

Göttingen. Ziemlich schnell düste der BG-Bus am Samstag weg von der Sporthalle Ost in Gießen. Trotz des überwiegend guten Auftritts bei der späten 72:79-Pleite waren die Spieler enttäuscht. Für das Team an sich dürfte sich die Stimmung am Sonntag aber aufgehellt haben. Denn die Niederlage von Rasta Vechta beim Kellerduell in Tübingen (77:86) spielt den Veilchen gut in die Karten. Dem Klassenerhalt sind die Göttinger durch die 19. Niederlage des Niedersachsen-Konkurrenten im 20. Spiel einen weiteren Schritt näher gekommen. Der Abstieg ist für die BG jetzt wohl kein Thema mehr.

Die BGer haben vor den letzten zwölf Spielen sechs Siege Vorsprung vor Vechta. Rasta müsste also mindestens sechs Partien mehr gewinnen als die Veilchen. Da aber davon auszugehen ist, dass die Mannschaft von Trainer Johan Roijakkers auch nicht alle verbleibenden Begegnungen verlieren wird, müsste Vechta sogar noch mehr Siege holen – ein wohl aussichtsloses Unterfangen. Zudem dürfte auch der direkte Vergleich für die BG sprechen. Im Hinspiel gab es einen Sieg über Vechta mit 20 Zählern Differenz (85:65).

Unrühmlicher erster Platz

Ein durchgängiges Problem bleibt bei den Veilchen aber die hohe Anzahl an Ballverlusten. 21 waren es in Gießen, durch die sich die Göttinger die vorher ordentliche „Arbeit“ selbst kaputt machten. „Ballverluste resultieren aus Müßigkeit, das war doof“, meinte BG-Rekonvaleszent Andrej Mangold. „Die 46ers hatten am Ende mehr Körner.“ Auch Scott Eatherton, Adam Waleskowski und Malte Schwarz waren die vielen Turnovers nicht verborgen geblieben. Warum sind es so viele? „Keine Ahnung, frag’ Johan“, meinte Waleskowski genervt.

Mit jetzt 16,4 pro Spiel sind die Göttinger weiter „Spitze“ in dieser Statistik-Kategorie vor Bremerhaven (15,2) und Braunschweig (15,1). Die 21 Ballverluste in Gießen waren aber nicht der Höchstwert in dieser Saison: Bei der knappen Niederlage in Berlin versemmelten die BGer 24 Mal den Ball. Nur zweimal in den bisherigen 19 Spielen blieben Kapitän Dominik Spohr & Co. im einstelligen Bereich: Bei den Heimsiegen gegen Frankfurt und gegen Würzburg gaben die Veilchen, die am Samstag (18 Uhr) die EWE Baskets Oldenburg zum Niedersachsen-Duell erwarten, nur je neunmal den Ball ab. Es geht also auch anders. (haz/gsd)

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