Basketball-Bundesliga Frauen: Veilchen Ladies verlieren 43:59 gegen Chemnitz

Abstieg so gut wie sicher

Kommt die Katarina geflogen:Göttingens Katarina Flasarova hat den gegnerischen Korb im Blick. Da können Chemnitz’ Abigal Aroso (links) und Valerie Rose McQuade nur staunen. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Das dürfte es dann wohl für die Veilchen Ladies gewesen sein. Nach dem Aufstieg in die Basketball-Bundesliga vor einem Jahr geht es für die Göttingerinnen nach der 43:59 (28:26)-Niederlage gegen die ChemCats aus Chemnitz wieder zurück in die Zweite Liga. Bei nur noch zwei Spielen (in Saarlouis und gegen Bad Aibling) fehlen der BG 74 auf den rettenden drittletzten Tabellenplatz, den derzeit Mitaufsteiger Heidelberg einnimmt, vier Punkte. Die Heidelbergerinnen aber spielen am letzten Spieltag beim abgeschlagenen Schlusslicht Halle.

Nach der Schlusssirene flossen bei Vasiliki Karambatsa die Tränen. Jennifer Crowder musste ihre griechische Mitspielerin trösten und auch ihr hatte es fast die Sprache verschlagen. „Es tut sehr weh“, brachte Crowder heraus. Katarina Flasarova hatte allerdings schnell die Sprache wiedergefunden. „In wichtigen Phasen haben die beiden Schiedsrichter gegen uns und überhaupt ganz schlecht gepfiffen, was Chemnitz für sich genutzt hat. Ich muss aber auch zugeben, dass wir keine Lösung gegen die Chemnitzer Defensive gefunden haben“, meinte die Deutsch-Tschechin, die während der Saison von Chemnitz zu den Veilchen Ladies gewechselt war.

Bis zur Halbzeit alles offen

Bis zum Halbzeitpfiff sah es allerdings noch gar nicht nach einer Niederlage aus. Das erste Viertel hatten die Gastgeberinnen, die auf Alissa Pierce aufgrund von Magenproblemen kurzfristig verzichten mussten, knapp für sich mit 18:16 entschieden. In den zweiten zehn Minuten verteidigten beide Teams überaus aggressiv und erfolgreich, sodass die 480 Zuschauer lediglich ein von den Punkten her mageres 10:10 sahen.

Nach dem Seitenwechsel waren es fünf Minuten, die das Spiel zugunsten der Gäste kippten. Mit einem 14:0-Lauf zogen die ChemCats von 26:30 auf 40:30 davon. „Es gibt solche Szenarien in einem Spiel, in denen fünf Minuten entscheiden, und es läuft dann alles gegen dich“, analysierte Flasarova.

Beim 36:43 keimte noch einmal Hoffnung auf, doch die Fehlerquote häufte sich aufseiten der Veilchen Ladies, sodass am Ende 16 Ballverluste standen, zu viel, um Chemnitz in der Folgezeit noch in Verlegenheit zu bringen.

Im letzten Viertel wollte der BG 764 so gar nichts mehr gelingen. Fünf Punkte in zehn mionuten sind somit unterirdisch. Aber auch Chemnitz geizte mit Punkten, schaffte auch nur neun, was den Gästen aber letztlich völlig egal sein konnte.

Viertel-Ergebnisse: 18:16, 10:10 - 10:24, 5:9.

BG 74: Crowder 5, Donders 5/1 Dreier, Flasarova 10, Karambatsa 2, Smith 4, Janning 6, Lücken 2, Warner 8, Nguyen Manh 1.

Chemnitz’ Beste: Klerx 16/2, Asoro 14 (12 Rebounds), Noble 13/1. (gsd)

Von Walter Gleitze

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