Abstiegs-Endspiel, Teil 2 für die BG Göttingen gegen Tübingen

BG nicht nur sinnbildlich in der Klemme: Göttingens Harper Kamp (am Ball) wird von Bayern Münchens Maximilian Kleber (links) und John Bryant „festgemacht“. Links Mathis Mönninghoff. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Am vergangenen Freitag musste die BG Göttingen eine herbe 77:83-Heimniederlage gegen den MBC einstecken – ein empfindlicher Rückschlag im Kampf gegen den Abstieg aus der Basketball-Bundesliga.

Das „Abstiegs-Endspiel, Teil 1“ ging verloren trotz zum achten Mal ausverkaufter Halle (Zuschauerschnitt derzeit: 3435). Am Samstag folgt um 18.30 Uhr nun schon das „Abstiegs-Endspiel, Teil 2“. Gegner sind diesmal die Walter Tigers aus Tübingen, die genauso verbissen wie die Veilchen um den Klassenerhalt kämpfen und auch noch punktgleich mit ihnen sind.

Um es erneut nicht an der nötigen Unterstützung mangeln zu lassen, ruft die BG alle Fans dazu auf, in lila Kleidung zu erscheinen. Motto: „Macht die Halle lila!“ In der Hoffnung, dass die Schwaben dann bei den Veilchen schwarz sehen...

Böse Pleite im Hinspiel

Apropos schwarz sehen: Das mussten die Göttinger im ersten Saisonspiel in der Paul-Horn-Arena. Bei der 56:98-Pleite kassierte das Team von Trainer Johan Roijakkers ohne den damals verletzten neuen Spielmacher Marque Perry die höchste Saisonniederlage. Somit dürfte sich auch der direkte Vergleich, der ja im Kampf um Rettungsplatz 16 nochmal wichtig werden könnte, erledigt haben.

Dass es sich um ein Abstiegsduell handelt, verdeutlichen die Misserfolgsserien beider Teams: Die BG verlor die vergangenen vier Spiele, die Tübinger sogar deren sechs. Dennoch warnt Roijakkers wie üblich vor dem Gegner: „Der Klassenunterschied zwischen Tübingen und uns ist riesig. Wir müssen hoffen, dass sie einen schlechten Tag erwischen und wir einen guten Tag haben.“

Gegenüber dem Saisonstart hat sich das Tigers-Team genau wie die BG personell verändert. Wichtigster Neuzugang ist der Ex-Bonner Jared Jordan, mit 8,5 Assists bester Vorlagengeber der BBL. Die erfolgreichsten Punktesammler sind William Buford (14,4 pro Spiel), Garlon Green (14,2 / er gewann den Dunking-Wettbewerb beim All-Star-Tag) und Vladimir Mihailovic (12,3). Neu ist zudem Trainer Tyron McCoy (früher Quakenbrück).

Wie wichtig das Tübingen-Match für die BG ist, zeigt der Restspielplan (siehe Kasten). Nur noch vier Heimspiele, darunter heftige Kaliber wie Oldenburg, Ulm und zuletzt Würzburg. Und auch die fünf Auswärtsspiele haben es in sich. Wo und wie will die BG da punkten, um den Klassenerhalt zu schaffen?

Zupass kam der BG zumindest, dass Braunschweig am Mittwoch in Crailsheim 88:79 gewann und die Merlins mit zwei Zählern weniger letzter bleiben. (gsd/nh)

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