Abstiegskampf in der Basketball-Bundesliga spitzt sich für BG zu

Mit links dribbelt Göttingens Topscorer Harper Kamp (Mitte) am MBCer Chris Otule (links), der nur ein Auge hat, vorbei - eine Szene aus dem Hinspiel. Weißenfels’ Robert Zinn (rechts) sieht zu. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Zehn Spieltage vor Schluss der laufenden Saison in der Basketball-Bundesliga spitzt sich der Kampf um den Klassenerhalt weiter zu. So wie die Tabelle es ausdrückt, wird der Abstieg wohl nur zwischen fünf Mannschaften entschieden – von denen zwei den bitteren Gang in die 2. Liga Pro A antreten müssen. Mittendrin steckt dabei auch die BG Göttingen.

Nachdem die Veilchen beim erst am Ende noch deutlich ausgefallenen 66:84 bei Alba Berlin wieder einen Überraschungserfolg verpassten, haben sie nach 24 Spielen nur noch zwei Zähler Vorsprung vor den Abstiegsplätzen. Göttingen (16.), Tübingen (15.) und Bremerhaven (14.) haben jeweils 12:36 Punkte. Bonn und Bayreuth (je 18:30) scheinen schon enteilt zu sein. Crailsheim (10:38) und Schlusslicht MBC (8:40) lauern hinter Göttingen, Tübingen und Bremerhaven.

Das Bittere für die Veilchen: Im Gegensatz zu ihnen konnten Bremerhaven mit dem 85:80 in Braunschweig und vor allem der MBC mit dem 93:90 gegen Top-Team Bayern München nicht eingeplante Erfolge verbuchen, die neue Kraft und neues Selbstbewusstsein geben.

Somit kommt den beiden nächsten Heimspielen der BGer schon große, wenn nicht gar in der 1. Liga überlebenswichtige Bedeutung zu: Am kommenden Freitag ist der neu motivierte MBC mit dem neuen Trainer Predrag Krunic (früher Oldenburg) zu Gast in der S-Arena, und am 19. März folgt schon das nächste Heimspiel gegen die Walter Tigers Tübingen, mit Tyron McCoy ebenfalls mit einem neuen Coach an der Seitenlinie. Zwei „Do-or-Die“-Spiele, wie es im Basketball so plakativ ausgedrückt wird: „Machen oder sterben“.

Von Bedeutung können auch die direkten Vergleiche werden, die bei Punktgleichheit am Ende zählen. Gegen Crailsheim hat diesen Vergleich die BG durch zwei Siege für sich entschieden. Gegen den MBC kann’s auch etwas werden – das Hinspiel gewann Göttingen 99:85. Gegen Tübingen (auswärts 56:98 zum Saisonauftakt) und gegen Bremerhaven (zuhause 77:99) kann ihn das Team von Trainer Johan Roijakkers schon fast abhaken wegen der hohen Niederlagen in den ersten Spielen. Auch Bremerhaven zählt noch zu den restlichen Gegnern, am 3. April (Sonntag) muss die BG noch bei den Eisbären antreten, denen der neue Coach Sebastian Machowski „neuen Hunger“ eingehaucht zu haben scheint.

Der MBC hat durch zwei Siege in Folge wieder Anschluss gefunden. „Der Sieg gegen Bayern war wichtig für die Moral, wir spielen jetzt besser zusammen“, meinte Weißenfels’ Coach Krunic nach dem gelungenen Coup gegen die Bayern im „telekombasketball“-TV. Eine wichtige Rolle könnte Nachbar Braunschweig demnächst spielen: Die Löwen spielen in Crailsheim (16. März) und beim MBC (19. März). Können sie ihrem Niedersachsen-Kontrahenten Göttingen Schützenhilfe leisten? Der Kampf um den Klassenerhalt – er bleibt sehr schwierig für die BG. (haz/gsd-nh)

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.