Pleite in München

Abstiegsplatz: BG Göttingen erntet weiter Lob, holt aber keine Punkte

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Steuerte fünf Punkte für die BG in München bei: Göttingens Stephan Haukohl (am Ball) im Hinspiel gegen Bayerns Nationalspieler Danilo Barthel.

München. Die elfte Niederlage in Folge bedeutet für die BG Göttingen das Abrutschen auf einen Abstiegsplatz. In München setzte es eine 77:91-Pleite.

Die längste Dienstreise der Saison über rund 550 Kilometer nach München unternahmen sie per Bahn. Anreise per ICE am Spieltag, Rückfahrt nach Hotel-Übernachtung am Donnerstag. Zwischendurch gab’s für die Bundesliga-Basketballer der BG Göttingen das 77:91 (38:48) bei Spitzenreiter Bayern München. Es war die elfte Niederlage in Folge für die Veilchen, die dadurch wieder auf den vorletzten Platz – den ersten Abstiegsrang – abgerutscht sind.

Mithin ist es genauso gekommen, wie Geschäftsführer Frank Meinertshagen schon Anfang Januar orakelte: „Kann sein, das wir bis März kein Spiel gewinnen!“ Das war eine Aussage vor den vergangenen drei Partien gegen Ulm, in Würzburg und in München. Die bittere Realität: Wie in der vorletzten Spielzeit müssen die Göttinger jetzt mit allen Mitteln um den Klassenerhalt kämpfen. Er entscheidet sich für sie ab dem 3. März bis zum 1. Mai – das sind 13 Spiele in nur 60 Tagen. Die Folgen einer unausgewogenen Spielplan-Gestaltung: Drei Wochen Pause im Januar, jetzt zweieinhalb Wochen Pause im Februar und dann die Parforce-Jagd in der Saison-Endphase, die auch noch mit zwei Doppelspieltagen (Freitag/Sonntag) abgeschlossen wird. Für die BG noch dazu mit vier Auswärts-Auftritten in den letzten fünf Spielen.

Eisbären siegen in Tübingen

In München, wo Topscorer Brion Rush offiziell wegen Knieproblemen fehlte und Malik Müller nach Mandelentzündung wieder dabei war, holten sich die Veilchen jetzt bereits zum x-ten Mal artig gute Kritiken und Komplimente ab. Punkte gibt’s dafür jedoch nach wie vor nicht. Durch Bremerhavens Sieg im Abstiegsduell in Tübingen ist die Lage für die BG, die nun zwei Siege Rückstand auf die Eisbären hat, nicht einfacher geworden.

„Göttingen hat heute hier gespielt, um zu gewinnen. Das schätze ich sehr, Respekt für diese Leistung. Wir konnten heute nie relaxen. Wir mussten unseren besten Basketball spielen, um den Sieg zu holen“, zollte Bayern-Coach Aleksandar Djordjevic den BGern ein dickes Lob – wie zuvor schon Würzburgs Dirk Bauermann, Ulms Thorsten Leibenath und Bayreuths Raoul Korner. Vielen Dank dafür.

In der Tat lieferte die BG einen beherzten Auftritt ab, zeigte nie zu viel Respekt vor dem vermeintlich übermächtigen Gegner, für den die Partie das Intermezzo zwischen dem Sieg in Bamberg und dem Pokal-Halbfinale am Samstag in Ulm war. Vorentscheidend war letztlich ein straffer Zwischenspurt im zweiten Viertel, als sich Bayern von 22:22 auf 44:29 absetzte. Beachtlich, dass die BG sogar das erste (20:17) und dritte Viertel (20:19) gewann. Im letzten war sie zweimal sogar auf vier Punkte (63:67, 67:71) heran, doch zum Favoritensturz langte es dann doch nicht.

Grüttner mit 33 Minuten

„Wir haben aber nie aufgegeben und immer gekämpft. Sobald Bayern einen Gang höher geschaltet hat, wurde es für uns hart dagegenzuhalten“, meinte BG-Coach Johan Roijakkers, der jetzt erstmal fünf Tage frei gibt.„Trotz des Ausfalls von Rush haben wir ein gutes Spiel gemacht“, hielt Joanic Grüttner im Telekomsport-TV fest. Der Jungspund hatte nach dem wieder herausragenden Michael Stockton (27 Punkte, 34:51 Minuten) die zweitmeiste Spielzeit (33:04). Was nicht für einige Teamgefährten spricht.

Bemerkenswert dafür auch eine Feststellung von BG-Chef Meinertshagen: „Unser Spiel lastet auf zu wenigen Schultern.“ Darüber hinaus ist ein Neuzugang weiterhin ein Thema. (haz/gsd-nh)

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