Basketball Bundesligas

Acht Dreier: Würzburgs Hulls erledigt die Veilchen - 71:88

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Was soll man da machen? Göttingens Stephan Haukohl, Dennis Kramer, Michael Stockton, Dominic Lockhart, Mihajlo Andric (von links) konnten Würzburgs Jordan Hulls nicht stoppen. 

Würzburg – Die erhoffte Sause vor der Pause gab es für die Veilchen nicht. Bei s.Oliver Würzburg verlor Basketball-Bundesligist BG Göttingen vor 3140 Zuschauern mit 71:88 (38:44). Für die Gastgeber war es wettbewerbsübergreifend (Bundesliga und EuropeCup) der zehnte Sieg in Serie. So geht´s für die BG mit der 14. Saisonniederlage in die zweieinhalbwöchige Pause.

Superstart für die veilchen in der kalten s.Oliver-Arena: Derek Willis, Mihajlo Andric und zwei Freiwürfe von Michael Stockton brachten die schnelle 7:0-Führung. Doch so flott diese Führung herausgeworfen war - so schnell war sie auch schon wieder weg.

Erst war es Cameron Wells, der für die Mainfranken traf, dann brachte Trainer Wucherer Spielmacher Jordan Hulls. Ein guter Schachzug für die Gastgeber, denn der Pointguard war von den Veilchen überhaupt nicht zu stoppen. Hulls (früher in Bremerhaven) traf aus allen Lagen - und es waren nicht Zweier, sondern fünf Dreier fast in Serie, dagegen fand die BG keine Mittel. So wurde aus der schönen ersten Führung beizeiten nach dem 12:12 eine 19:12-Führung. Darius Carter schloss das erste Viertel mit zwei Zählern zum 16:25 ab, vergab aber den Bonus-Freiwurf.

Doch die BG zeigte Selbstvertrauen. Im zweiten Abschnitt taute Dreier-Spezialist Willis auf, versenkte zwei zum 24:31, Andric verkürzte auf 26:31, so dass sich Coach Wucherer, dessen Team einen Freiwurf nach dem anderen vergab, zur ersten Auszeit genötigt sah. Stockton verkürzte kurz danach sogar auf 28:32. Und die Veilchen kämpften weiter prima: Stephan Haukohl brachte seine Mannschaft per Dreier auf 33:34 (16.) heran. Wer hätte das kurz zuvor gedacht?

Bei diesem Spielstand stockte die Punktausbeute für einige Momente auf beiden Seiten. Mehrfach hatte die BG die Chance, wieder in Führung zu gehen, doch sie machte nichts daraus. So lag Würzburg wieder 39:33 in Front. Es war - wie so oft im Basketball - ein Spiel der Läufe. Die Hausherren führten wieder 43:33, ehe Carter und Lockhart per Dreier zum 38:44 zur Pause trafen. Dabei hatte die BG mehr Assists und mehr Rebounds geholt. Bitter für die Würzburger: Sie hatten bis dahin nur 9 von 21 Freiwürfen getroffen.

Kurz nach Wiederbeginn netzte Willis seinen dritten Dreier ein, 41:46. Nach acht weiteren Zählern für die Mainfranken 54:41 reagierte Roijakkers mit der nächsten Auszeit. Doch auch sie konnte nicht verhindern, dass der BG nun die Partie entglitt. 43:59 lag sie zurück, ehe der nächste „Lauf“ begann. Andric und Willis scorten zehn Zähler in Folge, da stand´s wieder nur noch 55:61. Verrückt! Aber Würzburg hatte ja seine „Zauberhand“ Hulls, der seinen siebten und achten Dreier verwandelte. Würzburg nach 30 Minuten71:58 vorn.

Andric (Dreier) und Stockton verkürzten im letzten Viertel, doch danach kam Würzburg wieder auf Touren, zog auf 79:64 weg. Die Vorentscheidung. Klasse: Willis scorte zum 13. Mal in Folge zweistellig und holte 13 Rebounds - ein „Double-Double“. Am schließlich klaren 88:71-Sieg der Würzburger änderte dies nichts mehr.

BG: Lockhart 8, Albrecht, Kramer 2, Williams 2, Carter 6, Andric 13, Mönninghoff, Stockton 10, Larysz, Haukohl 6, Grüttner 2.

Erfolgsreichste Würzburger Werfer: Hulls 26, Oliver 14, Wells 12.  gsd

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