Advent, Advent, die BG brennt - auf Auswärtssiege!

Göttingen. Der Rückkehrer ist schon jetzt ein Phänomen. Den Tempo-Korbjägern aus Hagen nahm die BG geschickt den Wind aus den Segeln.

Göttingens Trainer Johan Roijakkers stellte seine Mannschaft auf geschicktes Teamplay ein. Hagen hatte die spektakulären Aktionen – Göttingen das bessere Mannschaftsspiel. Khalid El-Amin kontrollierte das Match glänzend, hatte vor allem in Alex Ruoff einen tollen Mit-Vorbereiter.

Ruoff markierte zwölf Zähler – was aber noch wichtiger war, waren seine elf Assists. Vorlagen sehr oft auch auf Raymar Morgan, der der zweite BGer mit einem „Double-Double“ (zwei zweistellige Statistik-Werte) war. Nicht nur El-Amin ist für die Göttinger unbezahlbar – auch Morgan punktete erneut im oberen Bereich (28) und angelte zehn Rebounds. Obwohl ihn Hagens Brown kurz vor Schluss fies aufs linke Auge haute, zirkelte Morgan Hagen die Punkte 90 und 91 rein. Rache ist süß. Zehn von zwölf Freiwürfen netzte Morgan ein, was zur starken Freiwurf-Quote von 90 Prozent beitrug.

Und das alles ohne Harper Kamp! Der Center fällt wegen seiner Fußverletzung länger aus (siehe Extra-Story). „Für ihn sind alle anderen in die Bresche gesprungen“, meinte Dominik Bahiense de Mello. „Wir haben die Konzentration hoch gehalten, hatten viele Stops in der Abwehr.“ Bedeutet: Ballgewinne in der Defensive. Was auch El-Amin so sah: „Wenn wir die Stops brauchten, haben wir sie uns geholt.“

„Wir haben Hagen den Zahn gezogen“, freute sich Robert Kulawick. „Morgan hat zum Schluss zwei Monster-Blocks gemacht.“ Das war natürlich auch Roijakkers nicht verborgen geblieben: „Einer davon war auf NBA-Level“, meinte der BG-Trainer begeistert. Und blieb bekannt sachlich: „Wir haben eigentlich wie immer gespielt, die Stärke des Gegners weggenommen.“ Gegen Hagen ging dies, so der Niederländer, noch gut. Doch wenn Kamp länger ausfallen sollte? „Dann müssen wir Ersatz holen“, so Roijakkers. Auf Dauer könne man in der 1. Liga eben nicht nur mit fünf Ausländern spielen. Wobei für ihn nicht die starken Gegner wie Ulm (am Samstag), Bamberg (am kommenden Montag) und Oldenburg (30. Dezember) sowie zwischendurch in Frankfurt (27. Dezember) ausschlaggebend sind, sondern mehr die schnelle Spielabfolge bis ins neue Jahr.

Jetzt aber erstmal gegen Ulm die „LOKHÖLLE“! Robert Kulawick: „Da müssen wir jetzt mal das zeigen, was wir auswärts zeigen!“ Der Bundesliga-Auswärtsschreck endlich mal als Heim-Monster! (gsd)

Von Helmut Anschütz

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