Basketball-Bundesliga: Belegungsplan des BG-Domizils macht der Ligaleitung zu schaffen

Ärger um die Lokhalle

Die Heimat der BG Göttingen: Die Tribünen sind voll, wenn die Veilchen in der Lokhalle ihre Bundesliga-Heimspiele bestreiten. Weil die Lokhalle oft durch andere Veranstaltungen blockiert ist, könnte die BG künftig öfter nach Kassel ausweichen. Foto: Jelinek

Göttingen. Mitten in der Basketball-Sommerpause droht der BG Göttingen Ungemach. „Uns bereitet die Verfügbarkeit der Lokhalle größte Bauchschmerzen“, sagte Jan Pommer, Geschäftsführer der Basketball-Bundesliga (BBL) gegenüber der HNA. So sei die Spielstätte der BG nur bei knapp der Hälfte der von der BBL angesetzten Heimspiele der Veilchen frei.

Bekannt ist, dass die Lokhalle auch für andere Events vermietet wird und somit eben nicht ausschließlich den Basketballern zur Verfügung stehen kann. Belegungen durch Messen oder Konzerte stehen oft bereits ein Jahr zuvor fest.

„Wir hatten vor drei Jahren nach dem Aufstieg der BG in die Bundesliga die feste Erwartung, dass sich die Verfügbarkeit der Lokhalle Schritt für Schritt verbessern würde, das ist aber leider nicht der Fall“, so Pommer, der der BG hinsichtlich der Terminschwierigkeiten keinerlei Vorwürfe machen will. Vielmehr müsse die Stadt und die GWG in die Pflicht genommen werden. „Es ist mir unbegreiflich, dass die Stadt dem Standortmarketing BG als positivem Werbeträger nicht Priorität einräumt“, beklagt der BBL-Geschäftsführer.

Vorwürfe von Pommer

Und Pommer legt nach: „Ich kann nicht erkennen, dass die Stadt etwas tut, dieser Bedeutung hinsichtlich der BG als Werbeträger gerecht zu werden. Das finde ich sehr enttäuschend.“ Pommer spricht von „fehlerhafter Prioritätensetzung“.

In einem Gespräch habe ihm Göttingens Oberbürgermeister Wolfgang Meyer zugesagt, die Probleme mit der Verfügbarkeit der Lokhalle anzugehen. Pommer kommt jetzt zum Schluss: „Meyer hat die Zusage nicht eingehalten.“

Weshalb nun Probleme auf die BG zukommen. Pommer betont, dass möglicherweise der Bundesligist bei einigen Terminen von der BBL gezwungen wird, nach Kassel auszuweichen. „Das wäre sehr schade, weil das tolle Fluidum der Lokhalle sicherlich auf andere Hallen nicht zu übertragen ist, es wird aber nicht zu verhindern sein“, sagt Pommer.

BG-Geschäftsführer Marc Franz hält sich sehr zurück: „Es ist ein schwebendes Verfahren. Es stimmt, dass es große Terminprobleme gibt.“

BG vor heißem Sommer

Ganz anders sehen OB Meyer und die Lokhalle die Situation. Meyer: „Herr Pommer macht Stimmung. Ich weiß nicht, warum. Es ist halt so, dass es Überschneidungen gibt. Die Godehardhalle wäre eine bessere Alternative als ein Umzug nach Kassel. Die BBL muss ja nicht auf den vorgeschriebenen 3000 Plätzen bestehen.“ Lokhallen-Projektleiter Alex Konrad: „Pommer macht Druck über die Medien. Wir haben Verträge mit anderen Veranstaltungen bis Ende 2011, die wir doch jetzt nicht kündigen.“

Der BG scheint noch ein heißer Sommer bevorzustehen... (wg/haz-gsd)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.