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Alba Berlin zeigt der BG Göttingen die Grenzen auf

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Von: Helmut Anschütz

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Klassischer Kampf um den Ball! Göttingens Mark Smith (rechts) umklammert ihn ebenso intensiv wie Berlins Bronze-Medaillengewinner Johannes Thiemann.
Klassischer Kampf um den Ball! Göttingens Mark Smith (rechts) umklammert ihn ebenso intensiv wie Berlins Bronze-Medaillengewinner Johannes Thiemann. © Hubert Jelinek/gsd

Am vorletzten Sonntag hatte die BG Göttingen Meister und Pokalsieger Alba Berlin beim 96:95 die erste Punktspielniederlage zugefügt. Im Pokal-Viertelfinale konnte von einem erneuten „Alba-Coup“ der Veilchen keine Rede sein.

Göttingen – Vor 2511 Zuschauern (der ungünstigen Sonntags-Anwurfzeit um 20.30 Uhr geschuldet 936 weniger als vor Wochenfrist) unterlagen die Veilchen dem Euroleague-Team klar und verdient mit 71:

99 (46:51) und schieden aus dem BBL-Pokal aus. Die Revanche der Albatrosse war sehr derb.

„Berlin hat deutlich aggressiver gespielt als eine Woche zuvor“, meinte BG-Routinier Mathis Mönninghoff bei MagentaSport. „In der ersten Halbzeit war es noch ganz okay bei uns, aber nicht perfekt. In der zweiten hat Alba mehr Gas gegeben, wir konnten nicht dagegenhalten. Sie haben das richtig gut gemacht und verdient gewonnen.“

Alba-Coach Israel Gonzales hatte die richtigen Lehren aus der Liga-Pleite gezogen. Harald Frey (3 Punkte) und Mark Smith (9), die BG-Dreier-Könige aus dem Punktspiel, ließ er knallhart decken und somit aus dem Spiel nehmen – im Pokalmatch netzten sie nicht einen einzigen Dreier ein. Und mit nur zweien von Mönninghoff und einem von Hammonds waren die Veilchen einer ihrer größten Stärken beraubt. Clever gemacht von Alba! „Unsere Dreier-Quote war sehr niedrig, nur 17 Würfe sind für uns auch viel zu wenig“, meinte BG-Trainer Roel Moors. Nur 18 Prozent standen in der Statistik.

Zu einem erneuten Kraftakt war die BG diesmal gegen Alba nicht fähig. Verlief die erste Hälfte noch auf Augenhöhe, gelang Berlin im dritten Viertel eine Machtdemonstration (31:16) mit einem starken, schnellen Umschaltspiel – typischer Alba-Basketball eben. Darauf hatten die Göttinger kaum eine Antwort. Moors verwies auf die höhere Qualität, auf mehr Energie und Intensität der Albatrosse, bei denen sechs Spieler zweistellig scorten, was bei der BG nur drei (der diesmal starke Crandall 16, Smith 15, Hammonds 12) schafften. „Wir haben einen großen Schritt im dritten Viertel gemacht“, bewertete Gonzales die Leistung seines Teams und auch die der BGer: „Sie haben uns vergangene Woche gezeigt, wie gut sie sind und wie gut sie spielen können.“ Moors blieb wie stets Realist: „Wir hatten keine Chance, weil der Qualitätsunterschied einfach viel zu groß war.“

Dass am Ende noch drei BGer mit je fünf Fouls ausgeschieden waren (Kamp, Smith und Hammonds), war letztlich nur eine Randnotiz. Die Berliner stehen jetzt zum elften Mal in Folge im Halbfinale und treffen auf die ungeliebten Münchener, wie die Auslosung nach dem Spiel ergab.

Die BG kann sich jetzt indes ganz auf die Bundesliga konzentrieren, am Samstag geht’s beim starken Pokal-Halbfinalisten Ludwigsburg weiter – die nächste Mammut-Aufgabe!

Weiteres Ergebnis im Viertelfinale des BBL-Pokals: München - Bayreuth 80:63 (47:30).

BBL-Pokal Top-Four (18./19. Februar 2023): Alba Berlin - Bayern München, Ludwigsburg - Baskets Oldenburg. (Helmut Anschütz/gsd)

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