Basketball-Bundesliga

Albatrosse fliegen der BG Göttingen weg

+
Spielmacher-Duell: Bennet Hundt versucht, den Wurf von Peyton Siva zu blocken.  

Das war kaum anders zu erwarten! Im ersten der beiden Viertelfinals beim Finalturnier der Basketball-Bundesliga in München hatte die BG Göttingen gegen Alba Berlin keine Chance und verlor auch in dieser Höhe verdient mit 68:93 (29:52).

Bezeichnend war die letzte Sekunde der ersten Halbzeit: Berlins Jonas Mattisseck zog aus der eigenen Hälfte ab – und der Ball segelte in hohem Bogen via Brett aus gut 15 Metern in den Veilchen-Korb. Die Albatrosse flogen der BG mit Leichtigkeit weg, die Veilchen wurden abgepflückt.

Zwei BG-Fans leisteten besondere Unterstützung: Sie hatten mehr als ein dutzend Fotos von weiteren Veilchen-Anhängern auf den Sitzen der Haupttribüne angeklebt – gedacht als moralische Hilfe. Leider vergebens, wie sich bald herausstellen sollte. Bei den Berlinern setzten Landry Nnoko und Martin Hermannsson (verletzt) aus. Machte Alba aber überhaupt nichts aus.

Albas überragender Regisseur Peyton Siva eröffnete die Partie gleich mal per Dreier. Göttingens kleiner Berliner Bennet Hundt hielt mit dem ersten BG-Dreier zum 6:7 dagegen. Danach setzten sich die Albatrosse langsam, aber sicher immer weiter ab. Und schon im ersten Viertel zeigte sich erneut die BG-Schwäche: Es gab einfach wieder zu viele Ballverluste. Zur Halbzeit waren es schon 15, am Ende 24!

Zudem war die Fehlerquote insgesamt viel zu hoch, die Berliner wurden in mehreren Phasen fast gar nicht gefordert. Siva dirigierte, fand immer wieder den freien Mann unter dem Veilchen-Korb, sodass Alba zu leichten Erfolgen kam.

War das Zwischenergebnis nach zehn Minuten beim 17:23 noch in erträglichen Grenzen, legte das Team vom spanischen Trainer-Oldie Aito Garcia Reneses (73) zu Beginn des zweiten Abschnitts einen 16:3-Lauf hin zum 39:20-Zwischenstand. Spätestens zu diesem Zeitpunkt waren schon alle guten Vorsätze dahin, die Bennet Hundt vorher formuliert hatte: „Wir gehen das Spiel an wie jedes andere. Keiner erwartet etwas von uns.“ Coach Roijakkers wäre schon mit einer „kleinen Niederlage“ zufrieden gewesen mit zweimaligem Ballbesitz Unterschied. „Wir müssen auf den Ball aufpassen“, forderte der Niederländer zudem. Es blieb beim frommen Wunsch.

Eine 20:0-Serie der Berliner im dritten Viertel besiegelte die Pleite der Veilchen – denn zu nichts anderem entwickelte sich die völlig einseitige Partie. Nach 30 Minuten führte Alba mit 81:40.

Im letzten Viertel konnte die BG nach 46 Punkten Rückstand beim 43:89 noch Ergebnis-Kosmetik betreiben, weil Alba zwei Gänge zurückschaltete. Andric, Lockhart, Ruoff, Hundt und Omuvwie trafen mehrere Dreier, die Veilchen gewannen das letzte Viertel mit 28:12, verkürzten den Rückstand auf 25 Zähler.

„Berlins Qualität war entscheidend“, sagte Roijakkers hinterher. „Wir müssen am Samstag im zweiten Spiel auf ein Wunder hoffen.“ Alex Ruoff: „Das war enttäuschend. Wir hatten zu viele Fehler und Ballverluste.“  gsd/nh

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.