Basketball-Bundesliga Männer

Anderson wächst bei der BG Göttingen in Anführer-Rolle

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Kyan Anderson (Mitte, hier gegen Bonn) mit 24 Punkten in Bayreuth.

Vom eigenen Klub gab es kein Geschenk, dafür machte die Mannschaft Trainer Johan Roijakkers mit dem am Ende noch deutlichen 90:75 in Bayreuth ein nachträgliches Weihnachts-Präsent.

Doch erst in den letzten fünf Minuten kochte die BG Göttingen ihren Kontrahenten mit einem 13:0-Lauf noch ab. Durch die beiden Siege gegen Bonn und nun in Bayreuth hat sich die Situation der Veilchen merklich verbessert.

Und sie könnte sogar noch besser werden, wenn gegen Frankfurt im Nachholspiel am 2. Januar 2020, dem ersten Spiel der Basketball-Bundesliga im neuen Jahr überhaupt, der dritte Sieg in Serie herausspringen sollte. Die Skyliners sind nicht unschlagbar – siehe den Pokalsieg der BG bei den Hessen zu Saisonbeginn.

Was macht den kleinen Aufschwung der Veilchen aus?

Kyan Anderson wird langsam zum „floor general“; wie es Michael Stockton war. Von seinem Bayreuther Ex-Coach Raoul Korner vor dem Spiel herzlich umhalst und begrüßt, kannte Anderson am Ende keine Gnade mit seinem früheren Verein. Er ging voran, brachte den zweiten Auswärtssieg auf den Weg. 32 Zähler gegen Bonn, 24 in Bayreuth – ganz langsam scheint der Pointguard (nicht nur wegen der Punkte) in die Rolle hineinzuwachsen, die ihm Roijakkers von Anfang an schon zugedacht hatte.

Dennis Kramer hat im internen Center-Duell gegenüber Dylan Osetkowski derzeit die Nase vorn. Darius Carter bleibt momentan nur die Rolle des siebten, überzähligen Ausländers. Nach dem starken Spiel gegen Bonn (15 Punkte, 11 Rebounds) war das Match bei den Oberfranken sein zweiter guter Auftritt in Folge.

Mit Alex Ruoff bekommt das BG-Spiel mehr Struktur. Auch wenn der Rückkehrer in Bayreuth zunächst offensiv kaum zur Geltung kam, steuerte er in der „Crunch Time“ einen wichtigen Dreier zur 77:73-Führung bei.

Zu Konstanten geworden sind längst auch Terry Allen und Elias Lasisi. Rastaman Allen steuert rund 12,5 Zähler pro Spiel bei, der Belgier Lasisi acht. Beide kommen auf mindestens 40 Prozent Dreier-Quote.

Wo Licht ist, gibt es meistens auch Schatten. Mathis Mönninghoff spielt derzeit so gut wie keine Rolle im BG-Team. 22 Sekunde Einsatzzeit in Bayreuth, nur zehn Sekunden inklusive Foul gegen Bonn – auf ihn setzt Roijakkers derzeit nicht. Auch bei Bennet Hundt haben sich die anfangs der Saison starken Auftritte auf ein Normalmaß eingependelt. Wichtig ist das Duo trotzdem, um den Teamgefährten eine Pause zu verschaffen.

Mit einem weiteren Heimsieg gegen Frankfurt könnten die Veilchen ihre Situation nun noch weiter verbessern. Nur drei Tage später (5. Januar) gastiert Berlin in der S-Arena. Die Albatrosse dürften den 26. Januar 2019 noch nicht vergessen haben, als sie 85:91 bei der BG verloren...

haz/gsd-nh Foto: Hubert Jelinek/gsd-nh

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