Basketball-Bundesliga: Göttingen nach gutem Start in Quakenbrück eingebrochen - 51:64

Angriff wieder zu schwach

Quakenbrück. Es hätten „Big Points“ werden können, doch wieder einmal ließ die BG Göttingen in der Basketball-Bundesliga eine große Chance ungenutzt verstreichen. Nach einem durchaus guten Start unterlagen die Veilchen bei den Artland Dragons in Quakenbrück zwar nur mit 51:64 (23:25). Doch im dritten Viertel wurden die Gäste geradezu vorgeführt. Alles andere als eine gute Einstimmung auf das erste Zwischenrundenspiel im Eurocup morgen um 19.30 Uhr gegen Le Mans (Frankreich)!

Nicht zum ersten Mal ließ vor allem die Offensivleistung der Südniedersachsen zu wünschen übrig. Doch die Teamleistung wurde insgesamt wieder im Verlauf der Partie immer schwächer. Wenn es ein halbes Dutzend Ausfälle gibt, kann es der Rest einer Mannschaft nicht mehr richten. Trent Meacham, Jason Boone, Louis Dale, Dwayne Anderson - nur vier Spieler der Veilchen, von denen fast nichts zu sehen war.

Dabei fing es für das Patrick-Team recht ordentlich an. Göttingen das erste Viertel durchweg vorn. Genauso wie in Ulm und Braunschweig, ehe es danach noch derbe Pleiten hagelte.

Die Dragons agierten unkonzentriert bis weit ins zweite Viertel hinein, schmissen die Bälle ein halbes Dutzend Mal ins Aus, trafen von Außen nicht. Doch die BGer bauten ab, verstanden es nicht, die ihnen vom schlampigen Gegner auf einem Silbertablett offerierten Chancen dankend anzunehmen. So ließ Mike Scott zum Beispiel einen einfachen Korbleger einfach liegen. So geht’s halt nicht!

Bezeichnend: Im zweiten Viertel kamen die Veilchen auf lächerliche sieben Punkte. Damit kann man in der Bundesliga nichts ausrichten. Zeitweise vorgeführt wurden die Göttinger dann im dritten Viertel. Quakenbrück begann mit einem 14:2-Lauf, was aber nur der Anfang einer Demütigung war. Bei der BG klappte nichts mehr, so sehr man sich auch mühte. Auf der anderen Seite hatten die Drachen ihr Wurfglück entdeckt und ließen sich beim Punkten überhaupt nicht aufhalten. Die Quittung für die BG war ein 9:24 in den dritten zehn Minuten.

Der Mann des dritten Viertels war Artlands Tyrese Rice, der im Schnitt immer für 16 Punkte pro Spiel gut ist. Während die Veilchen Quakenbrücks Dreierspezialisten Adam Hess im Griff hatten, trumpfte der Dragons-Spielmacher immer besser auf. Auch Center Darren Fenn war nicht zu stoppen.

Direkten Vergleich geholt

Zumindest den direkten Vergleich konnten Kapitän John Little & Co. mit drei Punkten für sich entscheiden: Das Hinspiel hatte die BG mit 77:61 gewonnen.

„Wir haben eine passive Phase gehabt, in der wir keine Offense gelaufen sind und zu wenig Rebounds geholt haben“, sagte Trainer Patrick. Anfang des dritten Viertels kam dann bei uns ein Bruch. Wir hatten vor allem Probleme mit Darren Fenn, der überragend gespielt hat.“

In der Verteidigung fand Patrick sein Team „nicht so schlecht“, was sicherlich auch zutraf. „Aber mit unseren Rebounds und unserer Offense war ich nicht zufrieden“, gab der BG-Trainer zu. Viel Zeit zum Nachdenken bleibt wieder nicht: Morgen (19.30 Uhr) kommt Le Mans im Eurocup. (haz/gsd)

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