Basketball-Eurocup: BG Göttingen hat eine gute Kulisse gegen Saloniki in Aussicht

Aris feuert seinen Trainer

Läuft „Euro-Dwayne“ Anderson (am Ball) im Eurocup wieder zu Topform auf? Hier setzt sich der Göttinger All-Star im Hinspiel gegen Lyons Alain Koffi (7) durch. Trent Meacham (l.), der inzwischen beurlaubte Adam Waleskowski und Lyons Thierry Rupert sehen zu. Foto: zje

Göttingen. Der Eurocup wirft seine Schatten schon wieder voraus. Nach der 70:74-Schlappe in Oldenburg versucht die BG Göttingen wieder die internationale Kurve zu kriegen. Zeigen die Veilchen morgen (19.30 Uhr) in der Lokhalle gegen Aris Saloniki erneut ihr „zweites Euro-Gesicht“?

Die Griechen haben trotz ihres 84:79-Sieges nach Verlängerung gegen den Tabellenvorletzten Ilysiakos ihren israelischen Chefcoach Sharon Drucker gefeuert. So gibt Slobodan Subotic (55, Spitzname: Lefteris) seinen Einstand bei Aris ausgerechnet in der Lokhalle, wodurch Salonikis Spieler natürlich neu motiviert sein werden. Das macht das vierte Spiel in der Zwischenrunde, in der die Südniedersachsen mit 2:1-Siegen sehr vielversprechend platziert sind und sich berechtigte Chancen auf das Viertelfinale ausrechnen können, für die Göttinger nicht gerade einfacher.

Herbe Kritik an Drucker

Das Aris-Management fuhr scharfe Kritik auf, kreidete Drucker an, dass er die amerikanischen Spieler bis auf Topscorer PJ Tucker, hinter dem aber wegen einer Verletzung für morgen ein Fragezeichen steht, schlecht ausgewählt und die jungen griechischen Spieler zu wenig eingesetzt habe. Stattdessen hätten die US-Boys 35 bis 38 Minuten gespielt. Subotic spielte von 1986 bis 1993 für die ruhmreichen Schwarz-Gelben, war 1996/97 Aris-Trainer und holte im selben Jahr den Korac-Cup, je fünf Meister- und Pokaltitel. Zudem stand er in drei Euroleague-Finals. Eine Erfolgsbilanz sondergleichen.

Die Göttinger müssen sich nach dem neuerlichen Erstliga-Rückschlag bei den EWE Baskets einmal mehr wieder besinnen. Der Eurocup hat intern einen hohen Stellenwert gewonnen, auch wenn dabei sicher keine Reichtümer zu verdienen sind.

Personell sind die BGer nicht tätig geworden. Gestern lief die Transferfrist für Spieler ab, die noch im Eurocup eingesetzt werden können. In der Bundesliga ist dafür noch bis zum 28. Februar Zeit. Was aus Flügelspieler Antoine Jordan wird, der einen Zwei-Monatsvertrag bis zum 17. Februar hat, ist noch nicht geklärt. Entscheidung in Kürze.

Finanziell dürfte das Spiel gegen Saloniki nicht zu einem Zuschussgeschäft werden. Die BG hat schon mehr als 1500 Tickets im Vorverkauf abgesetzt, so dass mit einer für diese wichtige Partie würdigen Kulisse zu rechnen ist. Aris reist heute Abend an, trainiert erst morgen Vormittag in der Lokhalle. (haz/gsd)

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