Bundesliga-Basketball: Nach acht Siegen verlor Göttingen erstmals gegen die Hessen

Auch Gießen-Nimbus weg

Sportlich weiter unantastbar: Raymond Sykes (re., gegen Maurice Jeffers) war mit 17 Punkten BG-Topscorer in Gießen. 2 Fotos: gsd

Gießen. Vor dem Hintergrund des tragischen Unfalls (siehe Menschenseite) in der Nacht vom Samstag auf Sonntag trat das sportliche Geschehen des Auswärtsspiels der BG Göttingen bei den LTi Gießen 46ers in den Hintegrund und geriet die 64:76 (37:37)-Niederlage der Veilchen zur Randerscheinung.

Mit acht Siegen in acht Spielen gemeinsamer Erstliga-Spielzeiten reisten die Göttinger in die Sporthalle Ost zum Basketball-Dinosaurier und hatten sich fest vorgenommen, dass dieser Zustand auch weiterhin anhält, Gießen als ihren Lieblingsgegner zu betrachten. Daraus wurde nichts, erstmals mussten sich die BGer den Mittelhessen geschlagen geben.

Mafra in der Startelf

Überraschend stand Center Roberto Mafra für Raymond Sykes in der Startformation. „Im Training hat sich Roberto aufgedrängt und hat in der ersten Halbzeit auch gut gespielt“, meinte BG-Trainer Stefan Mienack zur Leistung des Brasilianers. Ärgerlich indes erneut, das die Gäste wieder einmal schwer ins Spiel fanden, mit 8:16 in Rückstand gerieten, den sie bis Ende des ersten Viertel noch etwas verkürzen konnten (16:21).

Kyle Baileys Dreier zum 19:24 leitete einen 8:0-Lauf der Göttinger ein, die damit erstmals den Ausgleich zum 24:24 schafften und nach weiteren erfolgreichen Dreiern von Paris Horne und erneut Bailey nach 17 Minuten mit 34:28 führten. In der Folgezeit gab es reichlich Gelegenheit, diese Führung auszubauen. doch durch unnötige Ballverluste der BGer, die in dieser Phase zeitweise kopflos agierten, konnten die Gießener bis zur Pause auf 37:37 ausgleichen.

„Meine Spieler müssen einfach mit mehr Selbstbewusstsein agieren und auch in wichtigen Phasen Verantwortung übernehmen“, so Mienack, dem nicht entgangen sein dürfte, dass zum Beispiel beim Stand von 57:60 sein Team dreimal die Möglichkeit hatte auszugleichen, diese Chance aber erneut durch Ballverluste vertan wurde. Hinzu kam, dass die Göttinger in solchen Phasen ihre Nerven nicht im Griff haben.

Zwar gab’s noch einmal Hoffnung bei den rund 100 Göttinger Fans nach einem Dreier von Louis Dale zum 60:65, doch am Ende fehlte die Kraft und damit verbunden die schwindende Konzentration, um auch im neunten Spiel gegen die Hessen in diesem Kellerduell die Oberhand zu behalten.

Und wieder musste sich Mienack eingestehen, dass „meinen jungen Spielern in den entscheidenden Momenten Routine und Erfahrung fehlen. Wir müssen jetzt einfach weiterarbeiten, gut trainieren und uns weiterhin als Team präsentieren.“ (gsd)

Von Walter Gleitze und Helmut Anschütz

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