Aufsteiger BG 74 verpflichtet US-Amerikanerin Janning

Der zweite Neuzugang der BG 74 Veilchen Ladies: Marissa Janning. Foto: flash-agency/nh

Göttingen. Beim Erstliga-Aufsteiger BG 74 Veilchen Ladies nehmen die Personalplanungen für die erste Saison in der Basketball-Bundesliga der Frauen langsam Fahrt auf. Am Mittwoch verpflichteten die Veilchen mit Marissa Janning die erste US-Amerikanerin, die nach der Griechin Viki Karambatsa die zweite neue Spielerin der BG ist.

Die 24 Jahre alte Aufbauspielerin Marissa Janning spielte fünf Jahre lang für ihr College, wurde 2014 zur besten Spielerin der „Big Eastern Conference“ der Uni-Liga NCAA gewählt und nahm an einem Auswahl-Training zur Profiliga WNBA teil. Die Schwester von Ex-NBA-Profi Matt Janning sicherte sich in dieser Zeit hervorragende statistische Werte.

Stark aus der Distanz

An der Highschool in Watertown (Minnesota) avancierte sie zur besten Drei-Punkte-Schützin aller Zeiten. Derart stark trumpfte sie anschließend auch für das Team der Creighton-Universität (New England) auf, für das sie fünf Jahre lang spielte und mit Wurfquoten von stets über 30 Prozent zur erfolgreichsten Werferin aufstieg.

Der erste Rückschlag erfolgte in der Saison 2015/16, als sie wegen eines Beinbruchs lediglich sechs Partien absolvieren konnte. Doch schon in der abgelaufenen Spielzeit ging es für die 1,73 Meter große Distanzschützin wieder bergauf. In 32 NCAA-Partien für Creighton gelangen ihr durchschnittlich 11,6 Punkte, 4,8 Rebounds und 4,6 Assists pro Spiel.

Göttingens Trainer Giannis Koukos freut sich jedenfalls auf seinen zweiten Neuzugang, der er die Rolle als Führungsspielerin zutraut. „Schön, dass sie sich für uns entschieden hat. Marissa Janning wird uns deutlich mehr Variabilität im Spielaufbau und aus der Distanz verleihen.“

200 000 Euro Budget

Jannings Verpflichtung bezeichnete Geschäftsführer Richard Crowder als „ziemlichen Kracher“ und ist das erste Ergebnis eines Treffens der Verantwortlichen bei der „BG 74 Veilchen Ladies Unternehmer-Gesellschaft“ (UG) am Dienstagabend. Crowder ließ sich dabei sein vorläufiges Spielerinnen-Budget absegnen. „Wir planen mit einem Etat von mindestens 200 000 Euro, den erreichen wir. Vielleicht übertreffen wir ihn auch.“ Wie die BG-Männer liegen auch die BG 74-Frauen mit dieser Summe eher im unteren Erstliga-Bereich.

Ebenso deutet Crowder an, dass sich in Kürze klärt, ob Centerin Verdine Warner bleibt. „Ich bin zuversichtlich und positiv“, lässt sich Crowder entlocken. Zur „starting five“ gehörten vergangene Saison neben Katarina Flasarova (nach Chemnitz), Inesa Visgaudaite und Warner auch seine Tochter Jenny und Alissa Pierce, die derzeit in Urlaub sind. „Wir sind in Gesprächen. Ich denke, wir werden 50 Prozent der bisherigen Spielerinnen halten.“ (raw/haz-gsd)

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