Nach vielen Untersuchungen jetzt Klarheit

Augenprobleme: BG Göttingen löst das Rätsel um Rush

+
Persönlich ein guter Einstand, aber mit dem Team verloren: Auch Göttingens Aussie-Neuzugang Mitch Creek konnte die Heimpleite gegen Erfurt nicht fassen.

Göttingen. „Jetzt sind wir wieder mittendrin im Abstiegskampf.“ Die Worte von Stefan Haukohl im „Telekomsport“-Interview müssen allen Anhängern der BG Göttingen vorkommen wie ein Schlag in die Magengrube.

Der Big Man der Veilchen sprach indes nur das aus, was jetzt nach der 75:88-Schlappe gegen Gotha/Erfurt Realität ist. Jetzt wird der Überlebenskampf in der Basketball-Bundesliga genauso hart und erbarmungslos wie vor zwei Jahren, als erst am letzten Spieltag die Rettung glückte.

Dabei hatten die Göttinger am Sonntagabend noch Glück, dass das Wochenende nicht zum „Super-GAU“ und sie nicht zum „Verlierer des Tages“ wurden. Abstiegs-Konkurrent Bremerhaven dominierte Meister Bamberg über 35 Minuten, doch am Ende gewannen die Franken mit 83:76 bei den Eisbären, die am Samstag zu den Veilchen kommen. So bleibt die BG aufgrund des direkten Vergleichs (Hinrunden-Sieg in Bremerhaven) vor den Eisbären.

Dumm allerdings durch die Gotha-Pleite: Jetzt haben die Thüringer gegenüber den Göttingern und Bremerhaven den besseren direkten Vergleich. Und so werden die BG-Heimspiele gegen die Eisbären und gegen den MBC zu absoluten Pflichtsiegen. Was das Nervenkostüm noch obendrein strapaziert.

„Das Spiel in Göttingen hat eine andere Wertung für uns“, meinte Bremerhavens Coach Arne Woltmann am Sonntag bei Telekomsport. „Göttingen wird sich reinhängen, über Kampf ins Spiel kommen. Das wird eine hitzige Atmosphäre, der wir uns stellen müssen.“

Der zuletzt aufsteigende Tendenz zeigende BGer Stefan Haukohl blickte noch einmal auf das Samstags-Match zurück: „Das war nicht unser Spiel. Wir hatten zu wenig Intensität über 40 Minuten, haben dumme Entscheidungen getroffen und keine offenen Würfe getroffen.“

Viele Untersuchungen

Dazu kam diese „merkwürdige“, so BG-Chef Frank Meinertshagen, Geschichte um Brion Rush. „Er war bei mehreren Ärzten, am Montag bei einem Neurologen und einem Augenarzt“, sagte Trainer Johan Roijakkers am Montag. „Es ist jetzt schwer, zu planen.“ Später gab es mehr Klarheit, das Rätsel um Rush konnte – so sieht es aus – geklärt werden. Der US-Boy hatte Probleme mit einem Augapfel. Nun sollen sie mithilfe einer vorübergehenden Brille korrigiert werden, berichtete Roijakkers. Er hofft, dass Rush am Samstag gegen Bremerhaven wieder dabei sein kann – ohne Brille. Damit die BG wieder mehr Durchblick hat. (gsd)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.