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Aus der Traum für die BG Göttingen: Keine Playoffs

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Von: Helmut Anschütz, Walter Gleitze

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Sie können es nicht fassen: BG-Center Philipp Hartwich, Jeff Roberson und Harper Kamp nach der enttäuschenden Heimpleite gegen Gießen.
Sie können es nicht fassen: BG-Center Philipp Hartwich, Jeff Roberson und Harper Kamp nach der enttäuschenden Heimpleite gegen Gießen. © Hubert Jelinek/gsd

Für die BG Göttingen ist am späten Sonntagabend ein großer Traum geplatzt: Durch die siebte Heimniederlage gegen Absteiger Gießen 46ers (87:90) sind die so sehr erhofften Playoffs in der Basketball-Bundesliga kein Thema mehr.

Göttingen – Das große Ziel, die große Hoffnung, erstmals seit 2011 wieder die Endrunde zu erreichen? Schluss, aus, vorbei!

„In der aktuellen Verfassung gehören wir auch nicht in die Playoffs“, meinte der schwer enttäuschte und frustrierte BG-Coach Roel Moors und entschwand gesenktes Hauptes durch den langen Kabinengang der S-Arena. Neun Niederlagen in den vergangenen elf Partien – da reicht’s eben nicht für die Endrunde.

Diese Niederlage gegen Gießen war bereits die achte Pleite in der Crunchtime für die BG: gegen Oldenburg 85:86, gegen Bayreuth 72:75, gegen Chemnitz 86:87, gegen Bamberg 87:88, gegen Bonn 76:78, gegen Crailsheim 80:86, gegen Berlin 86:92 und nun gegen Gießen.

Erneut verspielten die BGer den Sieg durch eine schwache Defensive. 90 Punkte gegen das Schlusslicht zuzulassen, geht gar nicht. Und erneut glitten den Veilchen so die Punkte aus den Händen.

Diese Niederlage schmerzt umso mehr, als das letzte Saisonspiel am nächsten Sonntag beim FC Bayern in München bedeutungslos geworden ist. Brose Bamberg ist von dem Trio – dazu gehörte neben Bamberg und der BG noch Crailsheim, das um den Playoff-Platz acht noch mitgespielt hat – nunmehr der lachende Dritte geworden. Und die Siegchance für die Veilchen in München wären gar nicht so schlecht gewesen, denn die Bayern haben eine strapaziöse Woche mit zwei Spielen am Dienstag in Barcelona (EuroLeague) und am Freitag in Ulm vor sich. Nun aber alles graue Theorie!

Sei’s drum, konstatieren muss man aber, dass das Team von Trainer Roel Moors, der nach dem Spiel gegen Gießen am liebsten Hauptschiedsrichter Robert Lottermoser ob einiger nicht nachvollziehbarer Entscheidungen gegen seine Mannschaft an den Kragen gegangen wäre, eine überaus gute Saison gespielt hat. Das i-Tüpfelchen wäre nun in der Tat das Erreichen der Play-offs gewesen, dass den Göttingern so kurz vor Saisonende noch aus den Händen entschwunden ist.

„Wir hatten in dieser Saison sehr lange eine Gewinner-Mentalität, die wir irgendwann verloren haben. So haben wir heute auch gespielt“, ärgerte sich Coach Moors. „Es fehlt etwas, um schwierige Spiele zu gewinnen – das war schon letzte Woche so. Das Extra, das man braucht, um solche Spiele am Ende in die richtige Richtung zu drehen, fehlt. Es ist sehr schwer, dass wir heute die Chance liegen gelassen haben, bis zum letzten Spiel um die Playoffs zu kämpfen. Ich bin sehr enttäuscht von den letzten Wochen der Saison. In ein paar Wochen können wir vielleicht zurückblicken und über die Topspiele sprechen, die wir gewonnen haben. Wir haben in dieser Saison viele gute Sachen gemacht, aber jetzt im Moment sind die sehr weit weg.“

Auch BG-Chef Frank Meinertshagen ärgerte sich hinterher über die letzte Schiri-Entscheidung mit dem Unsportlichen Foul gegen Brown maßlos: „Es ist schade, dass Teile des Schiedsrichtergespanns zwei Spiele am Schluss von uns zumindest nicht zu unserem Vorteil gepfiffen haben. Aber ehrlicherweise haben wir es selber versemmelt. Wir hätten das Spiel viel früher entscheiden müssen.“

Am Ende war die Gießen-Pleite aber nur das Spiegelbild des entscheidenden Teils einer sonst guten Saison. (Helmut Anschütz und Walter Gleitze/gsd)

Starke zweite Halbzeit mit 16 von 18 Punkten: Göttingens Jeremiah Martin (1) tanzt Gießens Florian Koch aus.
Starke zweite Halbzeit mit 16 von 18 Punkten: Göttingens Jeremiah Martin (1) tanzt Gießens Florian Koch aus. © Hubert Jelinek/gsd

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