Ausverkaufte Lokhalle

BG Göttingen unterliegt Meister Bamberg 63:87

Topscorer: Göttingens neuer Spielmacher Chris Jones (7), hier gegen Bambergs Gabriel Olaseni, erzielte 15 Punkte. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Auch der deutsche Basketball-Meister erwies sich als eine Nummer zu groß für die BG Göttingen. Klar mit 63:87 (47:30) gewannen die Brose Baskets Bamberg vor 3700 Zuschauern die Bundesliga-Partie bei den Veilchen.

Nur zu Beginn der ersten und zweiten Halbzeit waren die BGer mit Abstrichen in Schlagdistanz.

Öfter mal was Neues: Vor dem Tip-off präsentierten die Veilchen gleich zwei Neuzugänge. Mit „Zuffi“ haben sie jetzt endlich als einer der letzten Erstligisten ein Maskottchen. Ein Teddy-Bär, der durch die Zuschauer flitzt und für Spaß sorgen soll. Der zweite Neue war indes wichtiger: Weil Marque Perry weiter ausfällt, haben die Göttinger mit Chris Jones einen weiteren Gastspieler für die nächste Zeit. Er kommt vom College in Louisville, spielte zuletzt in der Türkei, wo er aber überzähliger Ausländer war.

Die Bamberger scherten sich jedoch wenig um die Göttinger Neuzugänge. Nach der Pleite in Gießen und der Euroleague-Niederlage in Malaga hatte der italienische Coach Andrea Trinchieri sein Team ins Gebet genommen und richtig heiß gemacht. Nico Melli sorgte für den ersten Dreier der Franken, Harper Kamp für den Anschluss. David Godbold netzte den ersten Dreier für die Veilchen zum 5:8 ein, und mit einem Dunk gelang Shane Edwards sogar der 9:9-Ausgleich. Klar, dass die 3700 Fans in der wieder ausverkauften Lokhalle vor Begeisterung applaudierten ohne Ende.

Doch damit schienen die BGer ihren Gegner erst richtig heiß gemacht zu haben. Ab der achten Minute diktierten die Baskets absolut das Spiel, schraubten das Ergebnis nach dem ersten Viertel 24:15. Und auch im zweiten Abschnitt ließen sie den Ball wunderbar laufen – da kamen BG-Kapitän Godbold & Co. kaum hinterher.

Bamberg spielte zudem seine Größenvorteile wiederholt aus, nutzte sie zu weiteren Zählern, so dass der Vorsprung der Gäste immer weiter anwuchs. Nach einer Viertelstunde lagen die Gäste mit 34:17 vorn, die BG kam einfach nicht hinterher – auch dabei wurde eben der circa fünffache Etat der Bamberger augenfällig. Zum Ende der ersten Hälfte wenigstens noch ein Highlight: Von kurz hinter der Mittellinie traf Godbold per „Buzzer beater“ zum 30:47.

Die Pause musste BG-Roijakkers zur besonderen Motivation genutzt haben. Anders war es kaum zu erklären, dass die BGer die „zweite Luft“ bekamen. Zwei Dreier von Ruben Boykin und Jones brachten das 36:47. Und vor allem Chris Jones drehte auf: Zehn Punkte des Gastspielers bis zur 25. Minute. Bis auf sieben Zähler konnten die Göttinger verkürzen (44:51). Doch mehr wollte den Veilchen nicht gelingen. Der Meister blieb souverän, ließ sich von den Gastgebern nicht aus dem Konzept bringen. Am Ende war’s dann doch wieder eine klare Angelegenheit für Bamberg. Die Sensation, die Gießen gegen Bamberg schaffte, gelang Göttingen nicht.

Für Roijakkers war das Debüt von Jones ein einmaliger Auftritt: „Er hat kein Auto, kein Appartment. Dann muss er bei mir wohnen, ich habe ein großes Bett. Wenn wir in der Liga bleiben wollen, sollten wir ihn aber halten.“ (gsd)

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