BG Göttingen startet in Bamberg in die neue Saison

Basketball als körperloses Spiel? Von wegen! Ab heute geht es für Göttingens Paris Horne (am Ball) und Kwadzo Ahelegbe (2. v. l.) wie hier im Test gegen gegen Braunschweigs Stephen Dennis und Immanuel McElroy (l.) wieder mächtig zur Sache. Foto: Jelinek

Göttingen. Endlich! Jetzt geht’s los für die BG Göttingen in der Basketball-Bundesliga. Nachdem bereits gestern die ersten sechs Spiele ausgetragen wurden, greifen die Veilchen heute ein - mit einer der undankbarsten Aufgaben überhaupt.

Bei Meister und Pokalsieger Brose Baskets Bamberg gibt es nichts zu verlieren, sondern höchstens alles zu gewinnen. Doch wer glaubt daran, wenn man bei der deutschen „Über-Mannschaft“ (mit einem Etat von sieben Millionen Euro) antritt? In der „Stechert-Arena“ haben die Göttinger jedenfalls noch nie gewonnen.

Der Grund für den Spät-Start für die Südniedersachsen ist der Champions-Cup, in dem Bamberg am Samstag gegen Braunschweig antrat und mit 86:66 gewann. BG-Chefcoach Stefan Mienack hatte für sein Team einen TV-Pflichttermin angesetzt. Gemeinsam schauten sich die Veilchen die Baskets-Partie vorm Fernseher an.

Bereits am vergangenen Sonntag war Mienack in Bamberg und sah sich das Finale des Domreiter-Cups zwischen den Baskets und Aufsteiger FC Bayern München an, das die Gastgeber mit 40(!) Punkten für sich entschieden.

Starken Ersatz gefunden

Zwar haben die Franken mit Reyshawn Terry (Yuzny/Ukraine) und Karl Hines (Piräus) zwei wichtige Spieler verloren, doch mit Rastaman Julius Jenkins (30, Alba Berlin), Marcus Slaughter (Valladolid/Spanien) und Tony P.J. Tucker (26, Montegranaro/Italien, letzte Saison mit Saloniki gegen die BG) hat Trainer Chris Fleming (41) guten Ersatz gefunden.

Auch wenn John Goldsberry (28, Knorpelschaden im Knie, acht Monate Pause) wegen einer Verletzung noch nicht zur Verfügung steht, ist das restliche Bamberger Team a la bonheur. Routinier Predrag Suput, Nationalcenter Tibor Pleiß, der frühere NBA-Star Casey Jacobson, Brian Roberts, Anton Gavel - die Liste der überdurchschnittlich starken Spieler ist fast unerschöpflich.

Einschüchtern lassen sich aber vor allem die neuen BGer vor der „gut geölten roten Maschine“ keinesfalls. „Wir mögen es am liebsten, den gegnerischen Fans den Mund zu stopfen“, meinten die US-Boys Kwadzo Ahelegbe, Paris Horne und Josh Slater fast wie aus einem Mund. Sie sind es aus ihrer Heimat USA gewohnt, selbst in College-Spielen vor fünfstelligen Kulissen anzutreten. „Das macht fast noch mehr Spaß, als zuhause zu spielen“, sagt Ahelegbe.

„Die Stimmung im Team ist gut“, versichert Mienack. Am Freitag gab es einen zweiten Fitness-Test. „Durchweg positiv“, so Sportdirektor Jan Schiecke. (haz/gsd)

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