Basketball-Bundesliga Männer

Fünf Siege: Darum ist die BG Göttingen so stark

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Sein Arbeitsplatz: Göttingens nachverpflichteter 2,06m-Center Dylan Osetkowski räumt unter dem eigenen und gegnerischen Korb auf – und auch ab! 

In der Basketball-Bundesliga der Männer zeigt sich die BG Göttingen mit sieben Siegen stark. Das Team steht so gut da wie noch nie in der 1. Liga.

Auf dem Parkett lief es in Weißenfels für Basketball-Bundesligist BG Göttingen zum Schluss richtig gut beim 90:84-Auswärtssieg. Hinterher nicht mehr ganz so: Es dauerte ziemlich lange, bis Dominik Lockhart und Bennet Hundt von der Doping-Probe zum Team-Bus kamen, der an der letzten Tankstelle vor der A 38 nachtankte - wohlgemerkt für die "Insassen".

Den Nacht-Trunk hatten sich die Veilchen dicke verdient. Schließlich steht das Team von Coach Johan Roijakkers nach 15 Punktspielen so gut da wie noch nie in der 1. Liga: Sieben Siege, acht Niederlagen – macht Platz zehn.

Warum ist die BG derzeit so stark?

Die Nachverpflichtungen: Erst kam Dylan Osetkowski am 8. Oktober 2019, weil Coach Johan Roijakkers (damals) mit seinen Centern Dennis Kramer und Darius Carter nicht 100 Prozent zufrieden war. Nach kurzer Eingewöhnungszeit ist 2,06 m-Hüne zuletzt immer besser geworden: Zwei „Double-Double“ gegen Berlin (22 Punkte/10 Rebounds) und beim MBC (21/11) in Folge. Roijakkers: „Drei Jahre hatten wir keins, jetzt drei in kurzer Zeit.“ Denn auch Kramer schaffte gegen Bonn (15/10) ein „Double-Double“. Nach Osetkowski kam mit Alex Ruoff der erste Rückkehrer – einer, der sich bei der BG und in Göttingen auskennt. Er gibt dem Spiel Struktur, beschleunigt oder verlangsamt es, je nachdem. Adam Waleskowski wird als zweiter „Comebacker“ langsam ins BG-Team hineinwachsen.

Der Spielmacher: Kyan Anderson wird zum „Tausendsassa“! Der kleine Kerl glänzte beim MBC wieder mit 23 Zählern und seinem Dreier als Matchwinner. Zu Saisonbeginn war Bennet Hundt top, jetzt hat glasklar Anderson übernommen.

Die Serie: Bonn, Bayreuth, Frankfurt, Berlin und jetzt beim MBC. 10:0-Punkte in Folge. Da sei der Uralt-Kalauer erlaubt: „Papa, wann hat die BG zuletzt so oft in Folge gewonnen?“ Der Vater: „Keine Ahnung. Musst du Opa fragen.“ Okay, abgedroschen. Aber zutreffend.

BG-Statistik-Daten: Drittbestes Offensiv-Reboundteam (Schnitt 11,5) hinter Braunschweig und Ludwigsburg. Viertwenigste Ballverluste (nur 12,9/Spiel) nach Ludwigsburg (9,7), Bayreuth und Oldenburg. Fünftbestes Freiwurf-Team (80,3 Prozent).

Der Ausblick:Jetzt folgen auch noch zwei Heimspiele: Am Samstag das letzte Hinrunden-Match (20.30 Uhr) gegen Ulm und dann das „Rückspiel“ gegen den MBC (1. Februar). Da scheinen Punkte nicht völlig ausgeschlossen. Womit die BGer noch weiter auf Tuchfühlung zu den Playoff-Plätzen kommen würden. Aber Vorsicht: Das will von den Veilchen-Verantwortlichen natürlich keiner hören und lesen...  haz-gsd/nh

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