Basketball-Bundesliga Männer

BG-Gegner Bamberg stecken schwere Spiele in den Knochen

+
Ausnahmsweise mal obenauf: Göttingens Dominik Lockhart (am Ball) am vergangenen Mittwoch gegen Ludwigsburgs Adika Peter-McNeilly und Justin Sears (links).

Göttingen. Der deutsche Meister gibt sich in Göttingen die Ehre: Zur bislang ungewöhnlichsten Tages- und Uhrzeit in der Erstliga-Geschichte der BG ist Brose Bamberg am Sonntag um 19.30 Uhr in der S-Arena zu Gast.

Geschuldet ist dieser gewöhnungsbedürftige Termin dem eng getakteten Euroleague-Spielplan der Franken und dem Fernsehen. Sport1 überträgt live, Telekomsport im Live-Stream ebenso.

Wie die anderen Topklubs der Bundesliga spielen die Bamberger im Prinzip eine zweite Saison neben den „normalen“ Erstliga-Partien. 30 Spiele gegen die europäischen Basketball-Koryphäen stehen in der Euroleague auf dem Programm, was Stress ohne Ende bedeutet, vor allem bei den vielen Auslandsreisen.

Drei Spiele in fünf Tagen 

So war Brose Bamberg („Freak City“) noch am Mittwoch und am Freitagabend (nach Redaktionsschluss) noch zweimal auf dem Parkett - und verpasste erneut die Playoffs in der Basketball-Euroleague. Der deutsche Serienmeister verlor am Mittwoch deutlich mit 79:103 (39:50) beim spanischen Club Baskonia Vitoria Gasteiz und hat vier Spieltage vor dem Ende der regulären Saison in der Königsklasse keine Chance mehr auf das Erreichen der K.o.-Phase. Am Freitagabend war der spanische Club Unicaja Malaga zu Gast in Bamberg. Und wieder nur rund 48 Stunden später müssen die Franken in der S-Arena bei den Veilchen auf das Parkett.

Wegen dieser stressigen Termin-Hatz stehen auch deutlich mehr Spieler im Kader des neuen Trainers Luca Banchi, darunter allein acht Ausländer, von denen immer zwei „sitzen“ müssen. Wie sein exzentrischer Vorgänger Andrea Trinchieri, der nach drei Meisterschaften und einem Pokalsieg am 19. Februar gehen musste, ist auch Banchi ein Italiener. Unter ihm scheint es langsam wieder aufwärtszugehen zumindest in der Bundesliga, wo Bamberg allen Ernstes aus den Playoff-Rängen gerutscht war.

Mit im Kader von Banchi steht Louis Olinde, dessen Vater Wilbert mit dem ASC dreimal Meister und zweimal Pokalsieger war. Olinde junior tritt nun in die großen Fußstapfen seines Vaters.

Hohe Hinspiel-Niederlage 

„Gegen Bamberg müssen wir anders spielen“, meinte BG-Nationalspieler Dominic Lockhart nach der 62:88-Pleite gegen Ludwigsburg. „Bambergs Größe, Stärke und Athletik sind beeindruckend“, sagt BG-Coach Roijakkers. Die guten und großen Namen der Franken haben in dieser Saison jedoch nicht immer für Erfolg gebürgt. Am peinlichsten war die hohe Pleite in Jena. Das Hinspiel hatten die Bamberger mit 100:61 gegen die BG gewonnen. (haz/gsd-nh)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.