Nach Niederlage gegen Frankfurt: BG Göttingen vor dem Aus

Kassel/Göttingen. Die BG Göttingen steht vor dem Aus in den Playoffs um die deutsche Basketball-Meisterschaft. Nach dem 58:77 im ersten Spiel verlor die Mannschaft von Trainer John Patrick auch das zweite Viertelfinale gegen die Frankfurt Skyliners in der Kasseler Rothenbachhalle vor 2507 Zuschauern mit 67:76 (37:45).

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Verlieren die Veilchen auch am kommenden Sonntag die dritte Partie am Main, ist die Saison zu Ende.

Was war das für ein Start der Göttinger? Robert Kulawick per Dreier, Dwayne Anderson, wieder Kulawick und zweimal Kyle Bailey – die Veilchen starteten in der Rothenbachhalle geradezu ein Dreier-Festival. Zwölf ihrer ersten 15 Zähler fielen durch Würfe jenseits der 6,75-Meter-Linie. Sofort waren die Fans da – auch im ungewohnten Domizil, aber nicht minder laut und begeisterungsfähig.

Es war fast wie in der Göttinger Lokhalle, die wieder einmal nicht zur Verfügung stand. Nur mühsam konnten sich die Südhessen behaupten. Doch eines deutete sich schon Ende des ersten Viertels an: Diese Intensität, dieses Tempo werden die BGer kaum halten können. Die Skyliners kamen auf, zeigten ihre individuelle Klasse. Jimmy McKinney und Spielmacher-Star DaShaun Wood demonstrierten, dass auch sie Dreier werfen können. So hieß es nach zehn Minuten 20:19 – eine Ein-Punkte-Führung genau wie beim ersten Spiel am vergangenen Samstag in Frankfurt.

Die Skyliners spielten auch danach mehr als Team zusammen, fanden auch in Zeitnot stets den freien Mann, so dass sie zu vier „Buzzer-Beatern“ (Treffer mit Ablauf der 24-Sekunden-Schussuhr) kamen. Göttingens Elan geriet dagegen ins Stocken, die Angriffe liefen längst nicht mehr so flüssig. Ein Faktor kam allerdings noch hinzu: die drei Referees. Nach Pascal Rollers erster Gästeführung peitschten „Schieber“-Sprechchöre durch die Halle. Die Frankfurter hatten weitaus mehr „Spielraum“ in ihrer Defensive als das Patrick-Team. Heimschiedsrichter waren die drei jedenfalls nicht. „Egal, was die Schiris machen – wir müssen die Intensität erhöhen, richtig Gas geben“, meinte BG-Chef Marc Franz zur Pause.

Schöne Worte – nur mit der Umsetzung haperte es. Und die Schiris pfiffen vornehmlich weiter gegen die BGer, bei denen Coach Patrick obendrein ein Technisches Foul bekam, weil er zu heftig protestierte. Natürlich spielte dies den Skyliners in die Karten. Irgendwie schien es, als warteten sie darauf, dass die BG die Nerven verliert. Immer mehr heizte sich die Atmosphäre auf. Das Schlussviertel? Da spielten die Skyliners ihre Cleverness aus, verwalteten den Vorsprung, der bis auf 18 Punkte (45:63) angewachsen war.

Immerhin ließ sich die BG nicht hängen, verkürzte nochmals auf 60:66. Doch zu mehr reichte es nicht.

BG: Kulawick 9, Bailey 19, Little 6, Dale 2, Tetzner, Herwig, Meeks 12, Boone 9, Anderson 10, Raffington, Jordan. Frankfurts beste Werfer: Wood 26, Powell 16, de Mello 13.

Von Helmut Anschütz

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