Basketball

Baskets-Chef Crowder: Diffuses Bild der Frauen-Bundesliga

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Klassenerhalt und Playoffs geschafft! Baskets-Geschäftsführer Richard Crowder (re.) freut sich mit Trainer Goran Lojo. Das Foto wurde vor der Corona-Krise aufgenommen. 

Am vergangenen Dienstagabend war Richard Crowder nicht in der FKG-Halle. Der Grund für die Abwesenheit war – wie sollte es in diesen Tagen anders sein –die Coronakrise. An diesem Abend hätten die flippo Baskets BG 74 Göttingen in der Damen-Basketball-Bundesliga (DBBL) ihr Playoff-Viertelfinal-Rückspiel gegen die Rutronik Stars Keltern gehabt. Pustekuchen!

Stattdessen brachte die DBBL diese unvollendete Saison „auch rein formal zu Ende“, wie es in einer offiziellen Stellungnahme heißt. Etliche Fragen galt es dabei zu klären. Unter anderem ging es um einen Gesellschafter-Beschluss vom 15. März. 30 der 32 Erst- und Zweitliga-Klubs im Frauen-Basketball stimmten dabei, auf Rechtsmittel gegen die Saisonwertung zu verzichten. Doch mit den Erstligisten Herner TC und Eisvögel USC Freiburg scherten zwei Klubs aus, sie stimmten nicht zu und wollten gegebenenfalls auch nicht auf etwaige Rechtsmittel verzichten. So musste der Beschluss der Gesellschafter widerrufen werden. „Wir wollten keinen weiteren Rechtsstreit mit unvorhersehbaren Folgen für die Liga erleben“, teilte die DBBL mit.

„Die Liga gibt da leider ein diffuses Bild ab“, gefällt auch Göttingens Geschäftsführer Richard Crowder das Gebaren nicht. „Eine unschöne Geschichte – es gibt keine Solidarität.“

Skeptisch betrachtet Crow- der, dass Halle und Saarlouis nun quasi am „grünen Tisch“ erstklassig bleiben. Schon vor dieser Saison war Halle nur mit der Wildcard von Chemnitz dringeblieben, während Saarlouis vom Braunschweiger Rückzug profitierte. Unterdessen haben Crowder und sein Geschäftsführer-Pendant Roland Emme-Weiß den Lizenzantrag für kommende Saison gestellt. „Sponsorengespräche können wir aber zurzeit nicht führen“, sieht Crowder ein „gewagtes Spiel“ Richtung Zukunft.

Zu den ASC-Frauen, die sportlich aus der Regionalliga in die 2. Liga aufsteigen dürfen, sieht er keine Berührungspunkte. Sie dürften aufsteigen, weil die 2. Ligen (Nord nur 10 Teams, Süd 11) zuletzt unterbesetzt waren.

Übrigens: Die BG 74-Frauen waren das einzige Team in dieser gekappten Saison, das Spitzenreiter Keltern (59:53) schlug. Das Rückspiel in Schwaben verlor es erst nach Verlängerung (66:81). haz/gsd-nh

Verbindliche Änderungen laut der DBBL-Spielordnung

Die Saison 2019/20 wurde vor dem 22. Spieltag abgebrochen. 

Eine Abschlusstabelle in der 1. DBBL und der 2. DBBL Nord und Süd gibt es für diese Saison nicht. 

Es gibt somit keinen Meister in der 1. DBBL und 2.DBBL. 

Es gibt keinen sportlichen Absteiger aus der 1. DBBL und 2.DBBL. 

Es gibt keinen sportlichen Aufsteiger aus der 2. DBBL in die 1. DBBL. 

Die Regelaufsteiger aus dem Bereich der Regionalligen können in die 2. Bundesliga aufsteigen.

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