Basketball-Bundesliga Frauen

Baskets-Chef Crowder: Ich habe Angst vorm Schlusslicht

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Im Hinspiel Topscorerin: Göttingens Cayla McMorris (li.), hier gegen Saarlouis’ Andrea Andelova, erzielte 20 Punkte.  

Zuhause und auswärts zweimal Meister und Pokalsieger Herne geschlagen, Ex-Meister Keltern bezwungen und zuletzt auch die in dieser Saison starken Hannoveranerinnen niedergekämpft – die flippo Baskets BG 74 Göttingen sind derzeit genauso gut drauf wie die Männer von Nachbar BG.

Vier Siege in Serie, das gab es lange nicht für die Göttingerinnen. Doch jetzt geht’s am Sonntag (16 Uhr) ausgerechnet zum Tabellenletzten nach Saarlouis. „Ich habe Angst vorm Schlusslicht“, sagt Baskets-Geschäftsführer Richard Crowder etwas überraschend.

Doch dahinter steckt natürlich jahrelange Erfahrung. Nach zuletzt so vielen Highlights fürchtet er möglicherweise um die richtige Einstellung seines Teams nach dem altbekannten Motto: Jetzt haben wir die Großen geschlagen, da wird uns doch der Letzte nicht am Zeuge flicken können.

Allerdings: Kapitänin Jennifer Crowder & Co. haben in den vergangenen Partien wahrlich „Abwehr-Beton“ angerührt. Nur 50 Gegen-Punkte gegen Hannover, nur 49 in Herne, nur 53 gegen Keltern, nur 63 gegen Halle – das spricht für die Defensive. „Wir haben die beste Verteidigung der Liga“, merkte Coach Goran Lojo schon mehrfach nach den letzten Siegen euphorisch an. An der Baskets-Abwehr haben sich jetzt schon einige Teams die Zähne ausgebissen.

Arg gebeutelt sind die Royals. Zu den Langzeitverletzten gesellte sich nun auch noch Helena Eckerle aufgrund einer Handverletzung, die sich im Spiel vor einer Woche gegen Wasserburg zugezogen hat. Einen Nasenbeinbruch erlitt im selben Spiel auch noch Corinna Dobroniak, in der vergangenen Saison noch für Göttingen aufgelaufen. Saarlouis’ Nationalspielerin Nadjeschda Ilmberger hat zwar mit dem Lauftraining begonnen, ein Einsatz ist aber wohl ausgeschlossen. Ob aufseiten der BG Megan Mullings, die sich erneut eine Fußverletzung zugezogen hat, wieder spielen kann, ist nicht sicher.

Gleichwohl gehen die Göttingerinnen als Favoritinnen in dieses Duell, denn der Druck lastet auf den Gastgeberinnen, die erst einen Sieg erzielt und jeden Punkt zum Klassenerhalt benötigen. „Wir müssen im Training hart arbeiten, um auch gegen den Letzten unsere beste Leistung zu zeigen. Ansonsten könnte es eine unangenehme Überraschung geben“, warnt Lojo sein Team davor, Saarlouis ausschließlich am Tabellenstand zu messen. Vom 59:50-Sieg gegen den TK Hannover nach Verlängerung war Lojo auch noch Tage später begeistert. „Wir haben dieses Match dank einer herausragenden Defense für uns entschieden. Und das müssen wir in Saarlouis wiederholen“, so der Baskets-Trainer.  wg/gsd

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