Bayern bläst die BG weg: Herbe Göttinger 73:114-Pleite in München

Neue Anweisungen in der Auszeit: Göttingens Harper Kamp, David Godbold, Shane Edwards und Malte Schwarz mit BG-Trainer Johan Roijakkers. Doch auch sie brachten in München nichts. Foto: zje

München. In der vergangenen Saison hatte die BG Göttingen als einziger Klub in der Basketball-Bundesliga zweimal gegen den FC Bayern München gewonnen. Beim ersten Aufeinandertreffen in dieser Saison gab es am Sonntag keine erneute Überraschung, sondern vielmehr eine richtige Abreibung: Die Veilchen hatten beim Euroleague-Teilnehmer überhaupt nichts zu bestellen und gingen wie die Primeln mit 73:114 (34:51) im Audi-Dome ein. BG-Neuzugang Terrell Everett konnte noch keine entscheidenden Akzente setzen.

Der am Donnerstag verpflichtete Amerikaner (mit Basrt und weißem Stirnband) war einer der fünf Starter. Nach 6:12 Minuten kam der Spielmacher zu seinen ersten Punkten, verkürzte für Göttingen per Dreier auf 9:11. Die BGer erlaubten sich in der Anfangsphase vier Ballverluste, zogen zudem zu viele Fouls, was die Bayern konsequent nutzten. Bis zur ersten Pause setzte sich das Team von Coach Svetislav Pesic auf 21:15 ab.

Rivers in Wurflaune

Den Start ins zweite Viertel verpennten die Göttinger komplett. Zwar traf Robert Kulawick zum 17:21, doch dann zog München auf 32:19 weg. Viel zu schnell lag die BG hoch zurück, agierte im Angriff zu wild, statt etwas ruhiger aufzubauen. In Wurflaune kam bei den Bayern vor allem Star-Neuzugang K.C. Rivers (neu von Real Madrid), der fünf Dreier hintereinander verwandelte. Göttingens Shane Edwards stiebitzte zwar sechs Rebounds, doch gegen die harte Bayern-Abwehr dribbelte sich auch Terrell Everett unterm gegnerischen Korb fest.

„Ein Klassenunterschied“, befand Ex-Bayer Steffen Hamann in der Halbzeit im Basketball-TV zur Differenz zwischen den Bayern und der BG

Ein Aufbäumen der Göttinger gab es auch mit Beginn der zweiten Halbzeit nicht. Die Bayern konnten schalten und walten, wie sie wollten. Die BG machte es ihnen jedoch viel zu einfach Nach 24 Minuten hieß es 60:40, orientierungslos ließen die Veilchen ihren Gegner gewähren. 30:19 Rebounds nach 30 Minuten bei einem 76:51-Zwischenstand belegten den Unterschied zwischen beiden Teams. Es war eine Lehrstunde für die Gäste, bei denen zumindest Kapitän David Godbold (wie schon in den vergangenen Spielen) auftaute und auftauchte. Er traf nun auch mehrere Dreier, doch kurz nach Beginn des letzten Viertels war der Rückstand auf 30 Punkte (54:84) angewachsen.

Höchste Pleite verhindert

Fast demütigend, dass Bayern-Coach Pesic dann auch seine Nachwuchskräfte Jallow, Mayr und Seiferth einsetzte, gegen die die BG aber auch keine Mittel mehr fand. Mit 41 Punkten Differenz konnte die BG gerade noch die höchste Niederlage aller Bundesliga-Klub in dieser Saison verhindern – Crailsheim verlor gegen Gießen mit 44 Zählern.

„Die Bayern waren 40 Minuten die bessere Mannschaft. Wir sind zu keinem Zeitpunkt im Spiel gewesen“, kommentierte BG-Coach Johan Roijakkers. BG-Neuzugang Malte Schwarz: „Wir haben gut angefangen, aber viele doofe Ballverluste haben die Bayern knallhart bestraft.“ (haz/gsd)

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