BBL-Korbjägerliste: Nur einer ist besser als Göttingens Kamp

Geht bei der BG Göttingen im Kampf um den Klassenerhalt voran: Harper Kamp. Archivfoto: Jelinek-gsd/nh

Göttingen. Bei den Veilchen reden sie alle meistens von Khalid El-Amin. Der Spielmacher steht sehr häufig im Blickpunkt, wird bei TV-Interviews nachgefragt und zieht die meiste Aufmerksamkeit auf sich.

Doch klammheimlich ist ein anderer Spieler sportlich an die erste Stelle bei der BG Göttingen gerückt: Harper Kamp.

Der 27-Jährige aus Arizona hat sich durch konstante Leistungen auf Platz zwei in der Korbjägerliste der Basketball-Bundesliga geworfen. Im Schnitt markierte er bisher 15,7 Punkte pro Spiel. Übertroffen wird er nur von Bremerhavens Kyle Fogg (17,2). Und hinter dem Führungs-Duo ist mit Ulms Raymar Morgan (15,1 pro Spiel) auch ein Ex-Göttinger.

Der BG-Center surft auf einer Erfolgswelle. Beim 74:79 gegen Oldenburg erzielte Kamp zum zweiten Mal in Folge (wie zuvor in Bremerhaven) 23 Punkte und traf zum 20. Mal in Serie zweistellig.

27 Mal zweistellig gepunktet

In den bisherigen 29 Bundesliga-Spielen traf Kamp sogar in 27 Partien zweistellig, nur in Ulm (4) und in München (8) gelang ihm dies nicht. Kamps Bestmarke sind 26 Zähler bei der Veilchen-Niederlage in Bamberg (92:113). Kamp ist durch seine Beständigkeit somit fast zur „Lebensversicherung“ der BG geworden.

Dabei ist die Vorgeschichte eher kurios. Nach der vergangenen Saison schienen sich die Wege von Kamp und der BG zu trennen. So landete er auf dem Einkaufszettel von John Patrick, der in der vierten Saison Erstligist Ludwigsburg coacht. Doch noch während des vergangenen Sommers wurde Kamp von Ex-BG-Trainer Patrick wieder aussortiert, weil er dort den Medizin-Check nicht bestanden hatte. Kamp: „Ich war enttäuscht.“ So kam der 2,03 Meter Center wieder zu den Veilchen.

BG-Trainer Johan Roijakkers: „Ich habe mich im letzten August dann mit Harper zu einem Bier im Freizeit In getroffen, wenig später haben wir uns wieder geeinigt. Harper ist jetzt unglaublich stark und unglaublich fit. So fit wie noch nie.“

Göttingen als „Home-Base“

Auch privat ist Kamp in Göttingen „angekommen“. Er ist mit der Schwester von BG-Spielerin Nele Aha liiert. Auch sein Deutsch wird immer besser, was im völligen Gegensatz zu den meisten anderen US-Spielern in der 1. Liga steht.

Von seinem zweiten Rang in der BBL-Wertung wusste Kamp bis jetzt noch nichts. Seine volle Konzentration gilt dem Kampf um den Klassenerhalt. „Göttingen ist wie eine ,Home-Base’ für mich. Ich mag diese Stadt. Der Abstiegskampf ist für unser Team eine Herausforderung. Ich möchte mit der BG in der Bundesliga bleiben.“ (gsd)

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