BBL-Start mit 56:98 in Tübingen! Tigers deklassieren BG Göttingen

Musste mit seinem Team beim Saisonstart eine deutliche Niederlage in Tübingen hinnehmen: BG-Trainer Johan Roijakkers. Foto: dpa

Tübingen. So einen Start hatten sich wohl selbst die größten Pessimisten nicht ausgemalt! Zum Auftakt der 50. Basketball-Bundesligasaison wurde die BG Göttingen bei den Walter Tigers Tübingen regelrecht abgeschlachtet und kassierte in der Paul-Horn-Arena eine gerade zu vernichtende 56:98 (22:50)-Pleite.

Bei den Veilchen klappte so gut wie gar nichts, sie präsentierten sich absolut desolat.

„Telekombasketball“-Kommentator Stefan Koch sprach sogar von einem „Massaker“, das die Göttinger erleben mussten. „Das war nicht erstliga-reif“, so ehemalige Coach der Artland Dragons.

Vor dem Spiel hatte es noch personelle Umstellungen gegeben. So konnte bei den BGern der nachverpflichtete Marque Perry nicht dabei sein. Eine Oberschenkelverletzung verhinderte seinen Einsatz. Für ihn sprang der bisherige Gastspieler Lawrence Alexander ein. Ebenso überraschend, dass Mathis Mönninghoff erstmals überhaupt die Göttinger auflief. Er hatte wegen einer Oberschenkelverletzung bisher noch kein (Test-)Spiel absolviert. Dass ihm die Bindung zu seinen Mitspielern noch fehlte, lag auf der Hand. Dafür waren David Godbold und Shane Edwards auf dem Feld, um deren Einsatz die BG vorab noch ein Geheimnis gemacht hatte – völlig unnötig.

Ausgleich beim 10:10

Die BGer erwischten einen schwachen Start, hatten dann eine bessere Phase, als sie zum 10:10 ausglichen. Bis zum Ende des ersten Viertels hatten sich die Schwaben aber schon auf 21:12 abgesetzt. Von der Göttinger Zonenverteidigung ließen sich die Schwaben überhaupt nicht beirren.

Im zweiten Viertel ging das Schützenfest der Walter Tigers weiter. Die Veilchen wurden zum Spielball der Tübinger, hatten dem Angriffswirbel der Gastgeber nichts entgegen zu setzen. Der Korb der Gastgeber war dagegen für die BG-Schützen wie vernagelt. Vom Brett waren die Tübinger einfach nicht wegzuhalten, auch weil die Göttinger athletisch unterlegen waren.

Nach der ersten Halbzeit hatten die BGer keinen einzigen erfolgreichen Dreier bei zehn Versuchen aufzuweisen. Zudem hatten die Tübinger 26 Rebounds geholt, die Mannschaft von Trainer Roijakkers nur zwölf. Allein Harper Kamp verstand es, wenigstens einigermaßen dagegen zu halten. Dieser „Einbahnstraßen-Basketball“, so Koch, tat richtig weh. Mit 29:10 hatten die Tigers das zweite Viertel für sich entschieden. Solchermaßen deklassiert wurden die Veilchen in der gesamten vergangenen Saison nicht.

Nach der Pause verlief die einseitige Begegnung in ähnlichem Rahmen wie zuvor. Erst nach 25 Minuten gelang den Göttingern der erste Dreier durch Ruben Boykin. Immer krasser wurde der Rückstand der Veilchen, die nach 30 Minuten mit 43:81 im Hintertreffen lagen und unter anderem schon 14 Dreier kassiert hatten.

Wie lange fehlt Perry?

Und auch im Schlussviertel hielt das muntere Tübinger Scheibenschießen an. Die Schwaben kannten auch keine Gnade und distanzierten die BG schließlich mit 98:56, nachdem der erst 16-jährige Tübinger Hiller die letzten beiden Freiwürfe versenkt hatte.

BG-Coach Roijakkers: „Das hilft natürlich nicht, wenn der Pointguard fehlt. Perry hat die gleiche Verletzung wie Mönninghoff. Der hat sechs Wochen gefehlt. Keine Ahnung, wie lange Perry ausfallen wird. Das war das Maximale, was wir zeigen konnten. Ich kann nicht unzufrieden sein“, beschwichtigte der BG-Trainer angesichts dieses Debakels. „Wir müssen noch viel lernen und hart arbeiten.“ Am Mittwoch (20 Uhr) kommt Alba Berlin zur BG . 

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