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Bei BC Trepca im Kosovo: BG Göttingen startet ins Abenteuer Europe Cup

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Von: Helmut Anschütz

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Konfetti-Feuerwerk: Beim letzten internationalen BG-Spiel gegen Istanbul am 13. Dezember 2011 sorgten die heißblütigen türkischen Besiktas-Fans kurz nach Spielbeginn für eine ungewöhnliche Unterbrechung. Rechts im Bild die damaligen BGer Raymond Sykes (Nummer 32) und Paris Horne (21).
Konfetti-Feuerwerk: Beim letzten internationalen BG-Spiel gegen Istanbul am 13. Dezember 2011 sorgten die heißblütigen türkischen Besiktas-Fans kurz nach Spielbeginn für eine ungewöhnliche Unterbrechung. Rechts im Bild die damaligen BGer Raymond Sykes (Nummer 32) und Paris Horne (21). © Hubert Jelinek/gsd

Für die BG Göttingen hat am Sonntagnachmittag die heiße Phase im „Abenteuer Fiba Europe Cup“ begonnen.

Mitrovica/Göttingen – Nach der Busfahrt nach Düsseldorf und Hotelübernachtung ging es Montagmorgen per Flug nach Pristina in den Kosovo, wo die Veilchen am Dienstag (20 Uhr) bei einem der vier Qualifikationsturniere um den Einzug in die Gruppenphase dieses vierthöchsten europäischen Basketball-Wettbewerbs gegen Gastgeber BC Trepca spielen.

Genau 3939 Tage nach dem letzten internationalen Auftritt am 13. Dezember 2011 in der damaligen EuroChallenge gegen Besiktas Istanbul.

„Wir haben mehr Qualität als Trepca, aber sie haben den Heimvorteil – dort herrscht eine unglaubliche Stimmung“, sagte Göttingens Trainer Roel Moors. „Wenn wir denken, dass es gegen ein Team aus dem Kosovo einfach wird, könnten wir Probleme bekommen“, warnt der Belgier. „Wir sind alle sehr aufgeregt“, sagte BG-Kapitän Harper Kamp vor dem Abflug.

Gewinnen die Göttinger das erste Spiel gegen BC Trepca, spielen sie am Mittwoch im Halbfinale gegen Sporting Lissabon (Portugal). Siegen sie auch in dieser Partie, zieht die Mannschaft ins Quali-Finale am Freitag ein, in dem die BG eventuell auf Moors’ Ex-Team Giants Antwerpen treffen könnte (oder Petrolina AEK aus Zypern) oder Thor Thorlakshofn (Island).

Gelingt dort ein weiterer Sieg, steht Göttingen sicher in der Gruppenphase des Europe Cups, der nach der Euroleague, dem Eurocup (beide privat organisiert) und der Fiba Champions League der vierthöchste europäische Wettbewerb ist.

Doch auch zwei oder sogar drei der Finalverlierer haben nach einem komplizierten Modus, der mit den Champions-League-Startern zusammenhängt, noch Chancen auf die Gruppenphase. „Die Teilnahme am Europe Cup ist für uns ein Invest in die Zukunft. Erstmal legen wir Geld drauf“, sagte BG-Geschäftsführer Frank Meinertshagen.

Jetzt hoffen die BGer, möglichst spät in dieser Woche nach Göttingen zurückzukehren. Was den maximalen Erfolg bedeuten würde: Den Einzug in die Gruppenphase (ab 12. Oktober).

Die Anreise nach Pristina (wo einst Ex-BG-Star Khalid El-Amin spielte), verlief am Montag reibungslos, so BG-Pressesprecherin Birte Meyenberg. Die Telenet Giants Antwerpen saßen übrigens im selben Flieger wie die BG. Nach einem Essen im Hotel ging es um 18 Uhr zum Training in die „Minatori Sports Hall“. Let’s go, BG!  

BC Trepca zuletzt Pokalsieger und Vizemeister im Kosovo

Der Viertelfinal-Gegner der Göttinger, BC Trepca, spielt seit der Gründung 1999 in der kosovarischen Superliga. In der vergangenen Saison wurde der Turnier-Gastgeber Pokalsieger und Vizemeister (1:3-Playoff-Finalniederlage gegen Golden Eagle Ylli). Anders als in Deutschland hat die reguläre Saison im Kosovo schon begonnen. Trepca ist mit drei Siegen in die neue Spielzeit gestartet. Beim 89:61-Erfolg gegen Prizreni stachen US-Amerikaner Andrew Gordon (17 Punkte, 7 Rebounds), die beiden Kosovaren Drilon Hajrizi (14 Punkte, 7 Rebounds) und Erjon Kastrati (14 Punkte, 3 Assists) sowie der montenegrinische Aufbauspieler Amin Hot (9 Punkte, 5 Rebounds, 3 Assists, 5 Steals) heraus. Eine Woche später besiegte Trepca in einem Krimi Bashkimi 75:68. Bester Punktesammler war Kastrati (20); der Kanadier Elijah Ifejeh holte 13 Rebounds. Am vergangenen Freitag gewann Trepca die Partie bei Rahoveci 87:80. Gleich fünf BC-Spieler punkteten zweistellig: Drilon Hajrizi (18 Punkte), Adam Grant, Mikaile Tmusic (je 15), Erjon Kastrati und Samir Zekiqi (je 11).  (Helmut Anschütz/gsd)

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