Beim Heimdebüt von Ruoff: BG Göttingen stellt die Eisbären kalt

Endlich mal wieder zuhause die Sieges-Humba: Die Göttinger Spieler tanzen und jubeln nach dem Sieg gegen Bremerhaven überschwänglich. Links Darius Carter, dann Mönninghoff (17), Spohr, Waleskowski (19), Groger, Eatherton und Williams (5). Foto: gsd

Göttingen. 87 Punkte erzielten die Eisbären aus Bremerhaven in den bisherigen Spielen in der Basketball-Bundesliga im Schnitt und gehören damit zu den offensivstärksten Mannschaften dieser Liga. In Göttingen in der mit 3256 Zuschauern nicht ganz ausverkauften S-Arena waren es lediglich 66 Punkte, die der Gastgeber BG zuließ. Verständlich, dass nach dem ersten Heimsieg der Veilchen beim 76:66 (33:31) BG-Trainer Johan Roijakkers begeistert von der Defensivleistung seines Teams war. „Unsere Verteidigung war super.“

Bremerhavens Headcoach Sebastian Machowski sprach von einem „über die gesamten vier Viertel gesehen verdienten Sieg der BG, die mehr Energie investiert hat. Wir hatten keinen guten Wurftag und waren daher auch die schlechtere Mannschaft“. Gleichwohl gehörte die Anfangsphase den Gästen, die schnell mit 13:8 in Führung gingen. Von den 13 Punkten erzielte der Ex-BGer und nun Eisbär Harper Kamp allein sechs Punkte.

300. Dreier von Veikalas

Bei den Göttingern waren Jesse Sanders und auch Benas Veikalas, die noch vor einer Woche bei Alba Berlin verletzungsbedingt pausieren mussten, wieder dabei. Gegen Bremerhaven gelang Veikalas mit seinem zweiten Dreier sein 300. jenseits der 6,75 m-Linie. Ärgerlich aber, dass die Göttinger den Bremerhavenern zu viele zweite Chancen ließen, die vor allem Kamp zu nutzen wusste und am Ende mit 17 Punkten Topscorer dieser sehr kämpferischen Partie wurde.

Auch in das zweite Viertel starteten die BGer schlecht. Erst nach vier Minuten dieses Viertels gelang ihnen der erste erfolgreiche Korbwurf. Rückkehrer Alex Ruoff war erst nach 17 Minuten erstmals zum 27:27-Ausgleich erfolgreich. Zur ersten Führung beim 31:29 kamen die Göttinger durch Scott Eatherton.

Nach dem Seitenwechsel schienen sich die Veilchen gefangen zu haben, führten 48:41, Bremerhaven konnte aber mit einem 7:0-Lauf zum 48:48 wieder ausgleichen.

Roijakkers fordert Geduld

„In der zweiten Halbzeit haben wir endlich das Mittel gefunden, dass wir zum Sieg benötigt haben, nämlich den Kampf anzunehmen“, meinte der zufriedene BG-Geschäftsführer Frank Meinertshagen. Es waren dann die Dreier von Malte Schwarz zum 63:56, von Veikalas zum 68:58 und der damit ersten zweistelligen Führung und der Dreier von Mathias Mönninghoff zum 71:58, die von den Eisbären nicht mehr gekontert werden konnten.

„Wir müssen geduldig sein. Ruoff hat mit uns erst eine Woche trainiert, Veikalas in dieser Woche nur zwei Tage und Sanders konnte auch nicht voll trainieren“, meinte Roijakkers und deutete damit an, dass sein Team noch Zeit benötigt, ehe die Mechanismen ineinander greifen, die Systeme von allen gleichsam erfolgreich gelesen werden. Wichtig war indes der Sieg gegen ein Team auf Augenhöhe mit Blick auf die kommenden Aufgaben. (gsd)

Von Walter Gleitze und Helmut Anschütz

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