Basketball-Bundesliga: Starke Göttinger Abwehr sorgt für 72:58-Sieg in Oldenburg

BG beim Meister souverän

Dribbling zum Korb: Ben Jacobson (l.) hat zuletzt mehr als Vorbereiter denn als Vollstrecker geglänzt. Ob Michael Meeks (r.) morgen eingesetzt werden kann, wird sich wohl heute klären. Foto: zje

Göttingen. Nach Berlin war auch Oldenburg eine Reise wert! Mit einem 72:58 (40:21)-Sieg beim deutschen Meister setzte die BG Göttingen ihre Super-Serie gegen die EWE Baskets in der Basketball-Bundesliga fort. Nachdem die Veilchen die Oldenburger als einziges Team schon in deren Meistersaison zweimal geschlagen hatten, bekam der Titelträger auch am Dienstag eine Lehrstunde. Schöner Nebeneffekt: Durch den vierten Auswärtserfolg ist die BG unabhängig von den Spielen Berlin – MBC (gestern) und Bamberg – Hagen (heute) im BBL-Pokalviertelfinale am 17. Februar (Auslosung 30. Januar).

„Wir haben eine richtig gute Defense gespielt“, war Coach John Patrick auch noch im Nachhinein von seiner Mannschaft begeistert. Das will bei ihm schon etwas heißen, dämpfte er doch nach dem Sieg gegen Braunschweig allzu große Euphorie. „Außerdem war es eine tolle Teamleistung mit viel Energie.“

Die drückte sich zunächst so aus: Nach Oldenburgs 3:0-Führung zauberte die BG einen 20:0-Lauf(!) aufs Feld, so dass den Baskets-Fans die Kinnlade herunterfiel. Eine Kopie zum Auftakt gegen die Phantoms (17:0). BBL-MVP Jason Gardner wurde zum Statisten degradiert (Bescheidene zwei Zähler), und bis auf Je´Kel Foster (20) gelang es den Veilchen, alle anderen Oldenburger auf einer einstelligen Punktzahl zu halten.

Erste Baskets-Heimschlappe

Die Göttinger ließen die Baskets durch ihre bärenstarke Verteidigungsleistung schlichtweg nicht zur Entfaltung kommen. Sie erzwangen 19 Oldenburger „Turn-overs“ (Ballverluste), hatten selbst nur zehn; sie kamen auf elf „steals“ (Ballgewinne), gestatteten dem Team von Trainer Krunic aber nur sechs. Details, die erst zur sicheren Pausenführung und letztlich zur ersten Baskets-Heimniederlage in dieser Serie beitrugen.

Die BG-Gala trübte allein ein disqualifizierendes Foul von Michael Meeks. Schiedsrichter Boris Schmidt (Hamburg) schickte den Oldie (37) vorzeitig zum Duschen nach einem Ellenbogencheck gegen Oldenburgs Scekic. Über eine mögliche Spielsperre für die morgige Partie gegen Düsseldorf (19.30 Uhr, Lokhalle) und eine Geldstrafe entscheidet die BBL „zeitnah“, so BBL-Sprecher Dirk Kaiser (Köln). Schmidt gab seine Stellungnahme schon gestern ab, die BG hat dazu Zeit bis heute 14 Uhr.

Erfreulich dagegen das Comeback von Chris McNaughton, der nach seiner Knöchelverletzung 8:23 Minuten spielte und sechs Punkte markierte. Chris Oliver (rechtes Knie verletzt) schonte Patrick indes weiter.

„Klasse, das hat Spaß gemacht“, war letztlich auch BG-Chef Marc Franz vom Sieg beim Meister begeistert. „Wir haben mit mehr Willen gespielt und uns jetzt eine tolle Ausgangsposition geschaffen.“ Für den Tanz auf drei Hochzeiten: Bundesliga(-Play-offs), BBL-Pokal und EuroChallenge. (gsd)

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