Basketball-Bundesliga: Sponsoren helfen BG Göttingen bei den Nachverpflichtungen

Das Bekenntnis zum Standort

Aufmerksames Forum: Den „Innenzirkel“ des Sponsorenabends bildeten der Präsident des „businessClubs“, Alexander Schneehain (li.), Frank Meinertshagen als Verteter des „starting five“-Gesellschafters ASC 46 Göttingen und „s 5“-Geschäftsführer Marc Franz. Foto:  Gleitze/gsd

Göttingen. Mit einem Bekenntnis für den Basketball-Standort Göttingen endete ein Treffen der Sponsoren-Vereinigung „businessClub“ („bC“) der BG Göttingen am Donnerstagabend im Hotel Freizeit In. Dieses positive Fazit nahmen die Teilnehmer mit nach Hause. Die von „bC“-Chef Dr. Alexander Schneehain moderierte Informationsveranstaltung diente der wirtschaftlichen Situationsbeschreibung der auf den letzten Platz abgerutschten Veilchen.

Spontan sagten knapp über 30 der 82 anwesenden Geldgeber ihre finanzielle Hilfe zu, damit die Zugänge von Matt Bauscher und Jerel Allen realisiert werden können. Gleichwohl ist noch keine Entscheidung gefallen, die beiden zu verpflichten. Setzen sie noch vor Sonntag ihre Unterschriften unter mögliche Verträge, wären sie für das Bundesligaspiel morgen in Bayreuth bereits spielberechtigt. Begeistert zeigte sich Schneehain: „Wir haben es geschafft, das Feuer bei uns Sponsoren zu entfachen, dass wir derzeit auf dem Parkett von der Mannschaft vermissen. Ich hoffe, dass der Funke nun endlich auch auf die Spieler überspringt.“

Unpopuläre Maßnahmen

Zuvor ging es auch noch um andere Themenbereiche. BG-Chef Marc Franz bestätigte erneut die rund 350 000 Euro Verbindlichkeiten, von denen man 150 000 Euro nach BBL-Forderung abbauen müsse. „Mit der Lizenz war es knapp“, meinte Frank Meinertshagen vom „s 5“-Gesellschafter ASC 46 Göttingen. So erklärten sich auch die Trennungen von Ticket-Chef Matthias Held und Christian Becker (Sponsoring-Mitarbeiter). Ebenso aus Kostengründen verlasse man schon wieder die jetzige Geschäftsstelle und den Ticketshop an der Bahnhofsallee im Januar. Aus „privaten Gründen“ und „freiwillig“ verlässt Marketingmann Stephan Karasch die BG noch im Dezember. Er habe, so Franz, für „50 Prozent Steigerung bei den Erlösen“ gesorgt.

„Keine leichte Entscheidung“ sei, so Franz, die Entlassung von Trainer Mienack gewesen. Man sei aber zu „unpopulären Maßnahmen gezwungen“ gewesen. Sportdirektor Jan Schiecke: „Bei 1:13-Siegen ist nichts schön zu reden, das ist ungenügend. Wir konnten aber nur Talente ohne Erfahrung verpflichten. Wir müssen in der 1. Liga bleiben!“ Mienack hatte bis Vorrundenende eine Probezeit, muss trotz eines Zweijahresvertrages nur bis Saisonende bezahlt werden.

Den Vorwurf, immer noch keinen Hauptsponsor gefunden zu haben, müsse man sich gefallen lassen, räumte Franz ein. „Die ein, zwei großen Sponsoren fehlen.“

Zuschauerzahlen zu niedrig

Bei den Zuschauerzahlen liege man „unter dem prognostizierten Schnitt“, so Franz weiter. Bei 1200 Dauerkarten kamen zuletzt nur gut 2200 statt der erhofften 2800. Auch dies sei eine Lücke im Zwei-Millionen-Etat (BBL-Schnitt: 3,5 Mio. Euro). GWG-Chef Hoffmann fand dies „prekär“.

Bei der Sponsoren-Betreuung versuche man zukünftig die Qualität zu erhöhen. Marco Grimaldi, der bei der tödlichen Unfalltragödie Freundin und Schwester verlor, sei derzeit krankgeschrieben. (haz/wg-gsd)

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