1. Startseite
  2. Sport
  3. BG Göttingen

Berlin am Ende zu clever: BG Göttingen vergibt wieder Big Points

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Helmut Anschütz, Walter Gleitze

Kommentare

Handgemenge unterm Korb: Göttingens letzter Neuzugang Jeremiah Martin (rechts) beharkt sich mit Berlins Johannes Thiemann. Und ein fünfter und sechster Berliner Arm (oben und unten) fingern auch noch nach dem Ball.
Handgemenge unterm Korb: Göttingens letzter Neuzugang Jeremiah Martin (rechts) beharkt sich mit Berlins Johannes Thiemann. Und ein fünfter und sechster Berliner Arm (oben und unten) fingern auch noch nach dem Ball. © Hubert Jelinek/gsd

Der Kampf um die Play-offs in der Basketball-Bundesliga wird in der Crunchtime der Saison immer enger. Doch erneut konnte die BG Göttingen eine große Chance nicht nutzen, sich unerwartete Punkte zu sichern und damit „Big Points“ zu sammeln.

Göttingen - Meister Alba Berlin wurde zwar  gut eine Halbzeit lang geärgert, doch am Ende ging den Veilchen die Puste aus und sie verloren nach einer 53:44-Pausenführung vor 2481 Zuschauern noch mit 86:92.

„Wir haben das Spiel im dritten Viertel verloren, in dem wir nicht mehr genug Aggressivität in der Verteidigung gezeigt haben“, erklärte Trainer Roel Moors die wieder einmal ärgerliche Niederlage. „Wir haben da 27 Punkte kassiert und unsere Teamfouls nicht genutzt. Da haben wir auch unseren offensiven Rhythmus verloren, weil wir die Dinge für Alba zu einfach gemacht haben.“

Wieder, wie schon in Bamberg, als man 0:10 hinten lag, kamen die Veilchen nur schwerlich ins Spiel. Alba legte ein 8:2 vor, Jeremiah Martin hielt dagegen, erzielte die ersten sieben Punkte zum 7:10 und brachte in der sechsten Minute sein Team erstmals mit 14:13 in Führung. Eng blieb es bis zum ersten Viertel, das die Göttinger mit 24:23 gewannen, zumal sie auch vier von sechs Dreiern – das sind glänzende 67  Prozent – versenkten. Die gute Dreierquote von 57 Prozent hielt auch noch im zweiten Viertel an, das die Gastgeber mit 29:21 gewannen und so mit 53:44 in die Halbzeitpause gingen.

Wie zu Anfang kamen die BGer erneut nicht gut aus der Kabine, Alba hingegen startete mit 8:2 Punkten zum 55:55-Ausgleich. Ab dem 57:57 schafften die Veilchen sechs Dreier in Folge bis zum Ende des dritten Viertels, die Berliner aber ließen nicht locker, blieben bis zum Ende dieser dritten zehn Minuten bis auf drei Punkte (71:74) dran.

Mit einem 8:0-Lauf in den letzten zwei Minuten, als den BGern das Wurfpech an den Händen klebte, tüteten die Gäste den Sieg ein.

Moors: „Im letzten Viertel wird es dann schwierig, wenn ein Team mit so viel Qualität zurück ins Spiel kommt und wir abhängig davon sind, ob schwere Würfe reingehen oder nicht. In der zweiten Halbzeit sind sie nicht mehr reingegangen, weshalb der Sieg von Alba verdient war. Wir haben ein sehr gutes Niveau in der ersten Halbzeit gezeigt und ein durchschnittliches in der zweiten.“

Völlig unterschiedlich war letztlich die Wahrnehmung der Schiedsrichter-Leistung: Die Fans stimmten mehrfach „Schieber, Schieber“-Chöre an, waren sauer wegen der erneut krassen Foulverteilung von 14:25 gegen die BG. Für die Veilchen-Offiziellen war dies jedoch kein Thema. BG-Center Philipp Hartwich: „Die Schiedsrichter haben keine Rolle gespielt, unsere Niederlage war selbst verschuldet.“  (Helmut Anschütz und Walter Gleitze/gsd)

Totales Mismatch: BG-Spielmacher Stephan Brown (1,80 m, links) gegen Berlins 2,21 m-Hünen Christ Koumadje.
Totales Mismatch: BG-Spielmacher Stephan Brown (1,80 m, links) gegen Berlins 2,21 m-Hünen Christ Koumadje. © Hubert Jelinek/gsd

Auch interessant

Kommentare