Basketball-Bundesliga

Berlins Sikma: „Haben Maximum-Respekt vor Göttingen“ - Anderson von BG nach Ungarn 

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Von Göttingen nach Ungarn: Kyan Anderson (links) gegen Bayerns Maodo Lo. 

 „Ditte is echt’n dufter Typ, wa!“ Würde wohl ein gebürtiger Berliner im Hauptstadt-Tonfall sagen. Gemeint ist Luke Sikma: Der Big Man führte Alba Berlin im letzten Spiel der Vorrunde beim Basketball-Finalturnier in München zum 97:89-Sieg gegen die MHP Riesen Ludwigsburg – und damit in die beiden Viertelfinalspiele am Donnerstag und Samstag gegen die BG Göttingen. Und das mit einer super-starken Statistik: 15 Punkte – 10 Vorlagen – 9 Rebounds. Nur um einen lächerlichen Abpraller schrammte der Blondschopf an einem im Basketball super-seltenen „Triple-Double“ (drei zweistellige Statistik-werte) vorbei. - Unterdessen wurde über den Instagram-Account von Kyan Anderson bekannt, dass der bisherige BG-Spielmacher zu Falco KC Szombathely (Ungarn) wechselt. 

Und was sagt Sikma, dessen Vater Jack eine NBA-Größe war, vor den Viertelfinals über die BG Göttingen? „Wir haben Maximum-Respekt vor Göttingen. Wir müssen alles geben, wir haben da verloren.“ Klar, das haben die Albatrosse nicht vergessen: Am 5. Januar gelang den Veilchen ein vom ausverkaufter S-Arena frenetisch bejubelter 72:71-Sieg gegen die Hauptstädter. Und auch Berlins deutscher Big Man Johannes Thiemann warnt: „Wir dürfen Göttingen nicht unterschätzen. Das wird ein hartes Stück Arbeit.“

Doch MagentaSport-Experte Alex Vogel sorgt für eine realistische Einschätzung: „Alles andere als Berliner Siege wäre eine Riesen-Überraschung“, meint er zu dieser für ihn klarsten Viertelfinal-Konstellation.

Dass die Göttinger die Runde der letzten acht Teams erreicht haben, ist schon jetzt als Erfolg zu werten. „Wir haben das richtige Spiel gewonnen“, hielt Coach Roijakkers fest und meinte damit die Auftaktpartie des Turniers gegen Crailsheim, als seine Mannschaft zum geeigneten Zeitpunkt „bereit“ war – und die Schwaben zumindest nicht im erforderlichen Maß zu 100 Prozent.

Nach dem freien Montag, bei dem die BG-Spieler im veregneten München im Leonardo-Hotel blieben und entspannten, hatte Roijakkers für Dienstagvormittag wieder „leichtes Training“ im FC-Bayern-Campus angesetzt. „Ein ganz normaler Arbeitstag“, sagte der Veilchen-Trainer am Dienstagnachmittag.

Gegen die „Albatrosse“ dürfte auch FC-Bayern-II-Leihgabe Erol Ersek wieder dabei sein, der gegen Ulm pausierte, weil er nur fünf Spiele eingesetzt werden darf. Drei hat der Österreicher bislang absolviert, über den Status eines Ergänzungsspielers kam er freilich nicht hinaus.

Und Alex Ruoff? „Es geht ihm von Tag zu Tag besser, aber er ist nicht bei 100 Prozent“, meinte Coach Roijakkers, der im Übrigen die Berliner für den „heißesten Meisterschafts-Kandidaten“ hält.

Viertelfinal-Hinspiele

Mittwoch, 16.30 Uhr: Frankfurt - Ulm. – 20.30 Uhr: München - Ludwigsburg. Donnerstag, 16.30 Uhr: Berlin - BG. – 20.30 Uhr: Oldenburg - Bamberg.

Rückspiele am Freitag und Samstag, an dem die BG gegen Alba erstmals am Abend um 20.30 Uhr spielt. 

Der bisherige BG-Spielmacher wird nicht zu den veilchen zurückkehren. Er wechselt zum ungarischen Champions League-Team Szombathely, das 2019 Meister geworden war. Anderson (28) war wegen der Coronakrise in seine Heimat Dallas geflogen, kam aber nicht nicht zurück. Mit 35 Punkten gegen Frankfurt hält er immer noch den Punkte-Saisonrekord. Im Schnitt traf er 15,7 Mal pro Spiel bei den Veilchen. gsd

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