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BG 74 Göttingen: Crowder-Ersatz ist eine Zeitfrage

Starker Auftritt gegen Düsseldorf: Die neue BG 74-Amerikanerin Morgan Pullins (am Ball) gegen Düsseldorfs Simone Sill. Links Jenny Crowder, rechts Viki Karambatsa.
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Starker Auftritt gegen Düsseldorf: Die neue BG 74-Amerikanerin Morgan Pullins (am Ball) gegen Düsseldorfs Simone Sill. Links Jenny Crowder, rechts Viki Karambatsa.

567 Kilometer hin, 567 Kilometer zurück – den Göttinger Bundesliga-Basketballerinnen der medical instinct Veilchen BG 74 steht am Wochenende die längste Auswärtsfahrt der laufenden Saison bevor.

Göttingen – Ob bei der BG 74 kurzfristig noch eine neue Spielerin für das Spiel beim TSV 1880 Wasserburg am Sonntag (16 Uhr, sporttotal.tv) hinzukommt, ist noch ungeklärt.

Anders als in den vergangenen Spielzeiten sind diesmal auch die Vorzeichen. Während die Veilchen Ladies mit bisher drei Siegen in acht Spielen auf dem zehnten Platz stehen, sind die Wasserburgerinnen – immerhin elf Mal deutscher Meister – mit nur vier Zählern (zwei Siege, sechs Niederlagen) lediglich Zwölfter und damit Drittletzter in der in dieser Saison 14 Mannschaften umfassenden Staffel. Die beiden Erfolgserlebnisse der TSVerinnen resultieren aus den Siegen gegen Düsseldorf und Saarlouis. Der bayrische Klub hat inzwischen darunter zu leiden, dass einer der wichtigsten Sponsoren bereits ausgestiegen ist und eventuell der zweite sogar ebenfalls noch abspringt.

Auch die Vorzeichen bei der BG 74 sind alles andere als erfreulich. Sehr schmerzhaft ist vor allem der Ausfall von Spielmacherin Jenny Crowder, die sich beim Training der deutschen Nationalmannschaft für das EM-Qualifikationsspiel gegen Nordmazedonien einen doppelten Bänderriss zugezogen hatte (HNA berichtete). Die Kapitänin fällt nun mindestens sechs Wochen aus.

Umtriebig ist man bei den Veilchen Ladies derzeit bemüht, Ersatz zu finden. Über Trainer Goran Lojo gibt es Kontakt, Freigabe und Spielberechtigung müssen jedoch noch geklärt werden. „Es ist eine Zeitfrage“, sagt Veilchen-Ladies-Geschäftsführer Richard Crowder.

Da auch Ruzica Dzankic weiter fehlt (Crowder: „Das zieht sich hin“), ist die BG 74 auf der Spielmacher-Position dünn aufgestellt. Meike Oevermann oder Kristyna Brabencova müssen übernehmen. So rechnet Richard Crowder vorerst mit Niederlagen und hofft, dass „wir in der Rückrunde mehr Glück haben“.

Neu formiert ist das Wasserburger Team. Namhafte Spielerinnen wie Kelly Moten und Anne Zipser gingen mit Ex-Trainerin Sidney Parsons zu den TK Hannover Luchsen. Geblieben sind unter anderem aber die Hebecker-Schwestern Elisa und Laura sowie die Perner-Schwestern Maria und Sophie.

Übrigens: Die BG 74 macht den knapp 1200-Kliometer-Trip zu einer etwa 17-stündigen Tagestour: Abfahrt Sonntag spätestens um 8 Uhr, Rückfahrt gleich nach dem Spiel, erhoffte Rückkehr in Göttingen in der Nacht auf Montag um 1 Uhr – wenn es unterwegs keinen Autobahn-Stau gibt.  (haz/gsd)

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